Schwerpunkt liegt auf Rüstung und Osteuropa
Luftfahrtmesse ILA kämpft um Bedeutung

Wenn Bundeskanzler Gerhard Schröder am Montag die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin eröffnet, dann hofft die Branche nach Jahren der Krise auf einen neuen Schub.

HB/tom DÜSSELDORF. Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) zeigt sich zuversichtlich. Rund tausend Aussteller aus vierzig Ländern wollen in Berlin-Schönefeld ihre Produkte zeigen. Das sei ein klares Aufbruchsignal für die zivile Luftfahrt, heißt es beim BDLI.

Ob von der ILA, der ältesten Flugshow der Welt, aber ein solches Signal ausgehen kann bezweifeln offenbar wichtige Konzerne der Branche. So fehlt auch in diesem Jahr Boeing. Der US-Konzern gibt der nur wenige Wochen später stattfindenden Air Show im britischen Farnborough den Vorzug und verweist als Begründung unter anderem darauf, dass auch eine ganze Reihe von Fluggesellschaften durch Abwesenheit glänzen.

Auch der britische Luftfahrt- und Rüstungskonzern BAE Systems, der zu den Großen in Europa zählt und vor allem auch im US-Markt eine starke Präsenz hat, will in Berlin nicht Flagge zeigen. Gegen die britische und französische Konkurrenz, die Luftfahrtmesse in Le Bourget, hat es die ILA damit nach wie vor schwer: Sie rangiert in Europa bei der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung „nur“ auf dem dritten Rang.

Zudem schwebt über der Messe ein Damokles-Schwert: Jedes Jahr startet die zuständige Fluglärm- Kommission offenbar Anläufe, die Vorführungen der ausgestellten Jets zu unterbinden, weil diese gegenüber dem normalen Flugbetrieb eine zusätzliche Belastung darstellten. „Wenn es dazu käme“, sagt ein Luftfahrtexperte, „dann bleibt auch das Publikum weg.“

Seite 1:

Luftfahrtmesse ILA kämpft um Bedeutung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%