
Frankfurt/Düsseldorf/BerlinDie Energiewende sollte aus Sicht von Thomas Kresser ein gutes Geschäft sein: Ob es um Windräder, Gasturbinen oder Stromnetze geht - Kressers Unternehmen, die Alstom Deutschland AG, hat alle Produkte im Angebot, die benötigt werden, um den Umbau des Energieversorgungssytems zu bewältigen. Doch der Finanzvorstand des Anlagenbauers macht immer wieder die Erfahrung, dass seine Kunden die erforderliche Finanzierung nicht stemmen können. "Wir beobachten, dass sich die privaten Banken im Zuge der Euro-Krise und mit Blick auf eine sich verschärfende Bankenregulierung eher zurückhalten", sagt Kresser.
Andere Anlagenbauer, aber auch Projektentwickler und kleinere Energieversorgungsunternehmen teilen Kressers Beobachtung: Banken lassen lieber die Finger von Energieprojekten. Das betrifft besonders die Offshore-Windkraft, aber auch den Ausbau der Netze. Selbst für Gaskraftwerke lassen sich nur schwer Geldgeber auftreiben. Wenn nicht Förderbanken wie die KfW oder die Europäische Investitionsbank (EIB) mitziehen, winken die privaten Banken ab. Oder sie stellen unerfüllbare Bedingungen. "Die Zurückhaltung der Banken ist eine Gefahr für die Energiewende", sagt Ulf Moslener von der Frankfurt School of Finance & Management.
Große Unsicherheit im Markt.

Platz genug für Deutschlands größte Offshore-Basis - so hofft man zumindest in Cuxhaven. Rund 450 Millionen Euro investieren das Land Niedersachsen und private Investoren allein bis 2013 in den Standort.
Gebaut werden die 25 Meter hohen und 500 Tonnen schweren "Dreibeine" direkt am Meer in der Halle der Firma Bard. Durch die riesigen Tore geht es dann ...

... hinaus auf den "Parkplatz". Die große Fläche wird dringend gebraucht. Schließlich ist das Wetter auf hoher See unbeständig. Mal kann viel gebaut werden, mal wenig. Die Hersteller müssen also große Lagerungskapazitäten vorweisen.

Über eine spezielle Schwerlaststraße geht es vom Parkplatz aus zur Verladeplattform. Die Spezialschiffe können hier problemlos andocken, ohne vorher eine Schleuse durchqueren zu müssen.

Auf hoher See werden die Dreibeine in den Meeresboden gerammt, so dass nun die Aufbauten folgen können.
Der erste deutsche Offshore-Windpark "Alpha Ventus" etwa 45 Kilometer vor der ostfriesischen Insel Borkum.
Die Versuchsanlage hatte Startschwierigkeiten, ist und bleibt aber ein großer Hoffnungsträger. Die Branche macht hier wichtige Erfahrungen.
Denn die Windräder auf hoher See sind nicht nur viel größer als die auf Land, sondern müssen auch ganz anderen Bedingungen standhalten.
Noch sieht dieser Weser-Abschnitt in Bremerhaven unscheinbar aus. Bis 2014 soll hier ein riesiges Arenal für Windkraft entstehen.
Bis das Gelände fertig ist, muss man in Bremerhaven improvisieren. Auf diesem Gelände stehen noch Container, schon bald wird hier aber Platz geschaffen für Offshore-Anlagen von RWE.
Platz genug für Deutschlands größte Offshore-Basis - so hofft man zumindest in Cuxhaven. Rund 450 Millionen Euro investieren das Land Niedersachsen und private Investoren allein bis 2013 in den Standort.
Es gebe im Markt "große Unsicherheiten, die sich auf die Finanzierung von Großprojekten auswirken", sagt Martin Hector, Leiter der Projektentwicklung beim Stadtwerkeverbund Trianel. Insbesondere die Stromerzeugung auf hoher See stellt aus Sicht der privaten Institute eine Rechnung mit zu vielen Unbekannten dar. "Für Banken ist der deutsche Offshore-Windmarkt ein neues Terrain. Es gibt keine Erfahrungswerte, wie die großen Anlagen laufen und gewartet werden müssen.
Deshalb gibt es viele Banken, die das Risiko scheuen und sich zurückhalten", sagt Hector. Trianel hat die Probleme selbst zu spüren bekommen, ist allerdings noch glimpflich davongekommen: Der Stadtwerkeverbund hat sein Offshore-Projekt "Borkum West II" geteilt. Für die erste Hälfte - 40 Windräder mit jeweils fünf Megawatt Leistung -, die Ende 2012 fertiggestellt sein soll, ist die Finanzierung gesichert. Für die zweite Hälfte, die voraussichtlich mit einer Verzögerung von einem Jahr in Betrieb gehen wird, muss Trianel die Finanzierung noch sichern.
@vandale - Im Prinzip richtig. Die Kernenergie hat per Saldo weniger Subventionen erhalten, als erneuerbare Energien, die, nicht sichtbar in den öffentlichen Haushalten, über den Strompreis direkt beim Verbraucher kassiert werden: Der ist jetzt wieder mal durch die zusätzliche Stromnetzabgabe mit 30% Zuwachs geradezu explodiert. Die meisten staatlichen Ausgaben gingen in den Bereich der Grundlagenforschung für die Entwicklung von Reaktortypen, Sicherheitssysteme und Endlagerung. Das Kernkraftwerk gehörte zu den wirtschaftlichsten und umweltfreundlichsten Erzeugern von Energie, auch unter Kreislaufbetrachtung, also einschließlich Endlagerkosten. Und das wir bis heute keine sichere Endlagerung haben, ist dem Geschrei der NGO`s und der Schlamperei und Feigheit der Politik anzulasten. Der einsame plötzliche Ausstieg war eine politische Eselei auf dem Rücken der Bürger und im ständigen Schielen nach politischen Mehrheiten als Politikersatz. Und Unsicherheitskandidaten, die eigentlich aussteigen müssten, weil sie offensichtlich mit der Kernkraft nicht umgehen können, wie Japan und Rußland, bleiben drin: Ein Ergebnis aus dem Tollhaus.
@vandale
?? Nur kurz
Da an den Kapitalmerkten das r eale Kapitalangebot abnimmt darf der Kapitalzins nicht steigen. Es muss aber für Kreditnehmer auch des Mittelstandes der nicht-euphemistischen Unternehmen der Umwelttechnik Planungssicherheit sein. Vielleicht ein Fonds aus dem Kredite entnommen werden können. Wer zahlt im Falle einer Kreditklemme direkt ein?!
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Entweder müssen sie auf Druck ihrer Gönner, zum Bsp. Merkel oder Sarkorzy, die Renten und Boote der Griechen finanzieren. Natürlich letztendlich mit Steuergeldgarantie.
Oder sie dienen ihren großen Finanziers gegen gewisse Gegenleistungen, so von wegen eine Hand wäscht die Andere.
Aber für Mittelständler oder oder kleinere Industrieunternehmen, da ist ihnen das angebliche "Risiko" zu groß.
Das können doch viel besser wenn "nötig" und "sinnvoll", ihre Günstlinge. Natürlich auf Kosten der Altgesellschafter.
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