Schwierige Marktlage: Audi schließt weitere Produktionskürzungen nicht aus

Schwierige Marktlage
Audi schließt weitere Produktionskürzungen nicht aus

Bei Audi drohen im kommenden Jahr weitere Produktionskürzungen, falls sich die Marktlage deutlich verschlechtert. Die Absatzkrise in Europa hatte den Autobauer bereits im Oktober zu Produktionsstopps gezwungen.

MünchenDer Autobauer Audi blickt mit Sorge auf die Absatzkrise in Europa und schließt deshalb weitere Produktionskürzungen nicht aus. „Sollte sich die Marktlage Anfang nächsten Jahres deutlich verschlechtern, kann es durchaus sein, dass man noch einmal eingreifen muss“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Peter Mosch in einem am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Interview.

Audi hatte bereits Anfang und Ende Oktober je eine Woche lang die Bänder im Werk Neckarsulm gestoppt, wo große Modelle wie der A8, der A7 oder der Sportwagen R8 gefertigt werden. Kurzfristig reiche dies aus, sagte Mosch. Aus heutiger Sicht seien „keine weiteren Einschränkungen bei der Produktion geplant“.

In Neckarsulm baut Audi rund 1200 Autos pro Tag, im Hauptwerk Ingolstadt, wo unter anderem der A3 hergestellt wird, sind es etwa 2500. Mögliche weitere Produktionsstopps könnten laut Mosch zu einem späteren Zeitpunkt auch Ingolstadt betreffen. In Europa verkauft Audi rund die Hälfte seiner Fahrzeuge.

Der Konzern, der etwa 50 Prozent des operativen Gewinns des Mutterunternehmens Volkswagen einfährt, ist nicht der einzige Oberklasse-Hersteller, der auf die schwache Nachfrage in Europa reagiert. So hat Konkurrent Daimler die Produktion seines Flaggschiffs S-Klasse gekürzt. Der Sportwagenbauer Porsche, der wie Audi zu VW gehört, streicht ab Januar Samstagsschichten.

Der Gesamtbetriebsratschef äußerte sich „vorsichtig optimistisch“ für das nächste Jahr, auch wenn es in Europa Unsicherheiten durch die Konjunktur gebe. „Sollte die Weltwirtschaft in den kommenden Wochen und Monaten vor Einbrüchen der Konjunktur verschont bleiben, dann wird 2013 ein gutes Jahr“, sagte Mosch. In Europa rechnet der Konzern nach früheren Angaben in den nächsten ein bis zwei Jahren mit Stagnation.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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