Schwierige Sanierung
Vivantes erstmals mit Gewinn

Der Berliner Vivantes-Konzern hat erstmals seit seiner Gründung ein positives Ergebnis erwirtschaftet. Der Halbjahresgewinn habe sich auf etwa 800 000 Euro belaufen, teilte das Unternehmen mit.

ant FRANKFURT/M. In der 2001 gegründeten Gesellschaft sind die öffentlichen Krankenhäuser der als historisch bedingt überversorgt geltenden Hauptstadt zusammengefasst. Vivantes-Chef Wolfgang Schäfer ist zuversichtlich, die für 2004 gesteckten Ziele zu erreichen. Nach einem operativen Verlust von 29,6 Mill. Euro im Vorjahr will das Unternehmen einen Gewinn von 1,6 Mill. Euro auszuweisen.

Das Unternehmen machte vor allem Einsparungen bei den Materialkosten und Fremdleistungen für die Ergebnisentwicklung verantwortlich. Zudem verzichten die Beschäftigten bis zum Jahr 2008 auf Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Die Vivantes-Sanierung ist aus mehreren Gründung schwierig. Die Personalkosten lassen sich kaum senken, weil die 12 000 Mitarbeiter vom Senat eine Beschäftigungsgarantie erhielten. Zudem werden sie weiterhin nach dem Bundesangestelltentarif bezahlt, aus dem profitable Wettbewerber wie das Rhön-Klinikum oder Helios tunlichst aussteigen, sobald sie ein Krankenhaus übernehmen.

Zudem drängten die Krankenkassen mit Erfolg auf eine schrittweise Absenkung des Budgets bis auf das durchschnittliche Bundesniveau. Bis Ende 2006 muss Vivantes jedes Jahr mit einem um 20 Mill. Euro niedrigerem Budget auskommen. Vor diesem Hintergrund ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten von 384 Mill. Euro im Vorjahr auf 370 Mill. Euro zurück. Außer einer niedrigeren Vergütung durch die Kassen dürften hierfür auch sinkende Patientenzahlen im Zusammenhang mit der Gesundheitsreform eine Rolle gespielt haben.

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