SEC überprüft Bilanz 2006
Börsenaufsicht nimmt sich GM zur Brust

Der Ärger des Autokonzerns General Motors mit der US-Börsenaufsicht SEC reißt nicht ab. Die Behörde verlangt jetzt umfangreiche Unterlagen über die Bilanzierung des Geschäftsberichts 2006 von dem angeschlagenen US-Autobauer. Immer mehr schwindet damit auch das Ansehen des Konzerns am Finanzmarkt.

hz FRANKFURT. Die Börsenaufsicht habe vor allem Informationen über GMs Kontrakte in Fremdwährung sowie die Verbuchung von Gebrauchsgegenständen eingefordert. GM hatte im Frühjahr die Vorlage seiner Jahreszahlen verschieben müssen und Missstände bei der Bilanzprüfung eingeräumt. Der US-Konzern hatte seine Bilanz zuvor bereits mindestens zwei Mal nachträglich korrigieren müssen.

Ende Januar hatte GM angekündigt, die Bilanzen bis zurück ins Jahr 2002 zu prüfen. Grund ist unter anderem die frühere Finanztochter GMAC, an der GM noch eine Minderheitsbeteiligung hält. GMAC brauche mehr Zeit, um die eigenen Zahlen zu berechnen. 2006 hatte die SEC eine bis heute laufende Sonderprüfung der GM-Bilanzen eingeleitet. Der Ärger mit der strengen Börsenaufsicht kostet GM weitere Reputation am Finanzmarkt. Für eine neue Kreditlinie über 4,1 Mrd. Dollar musste GM jetzt seine 49-Prozent-Beteiligung an der Finanzsparte als Sicherheit stellen. Die Wall Street wertete dies als Hinweis auf Probleme des Herstellers bei der Beschaffung von Neukrediten.

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