September-Absatz
Deutsche Hersteller profitieren vom US-Autoboom

Autoboom in den USA: Trotz der hohen Arbeitslosigkeit haben die Amerikaner im September deutlich mehr Neuwagen bei ihren Autohändlern bestellt als ein Jahr zuvor. Dabei schnitten auch die deutschen Hersteller gut ab.
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HB FRANKFURT. Europas größter Autokonzern Volkswagen verkaufte 15 Prozent mehr Autos, vor allem der in Europa weniger gefragte Stufenheck-Golf namens Jetta fand Anklang in den Verkaufsräumen. Daimler setzte sogar 18,5 Prozent mehr Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart ab. Vor allem die Oberklasse-Wagen der E-Klasse seien gefragt gewesen, teilte Daimler am Freitagabend mit. Der Smart verkaufte sich dagegen nur noch halb so gut wie im Vorjahr.

Weltmarktführer Toyota steigerte die Verkäufe um 17 Prozent auf fast 150 000 Autos - auf die Zahlen drückte allerdings ein Absatzminus der mit Daimler konkurrierenden Edelmarke Lexus, die 5,5 Prozent weniger absetzte.

Porsche verkaufte ein Viertel mehr Autos, der Geländewagen Cayenne war dabei der Liebling der zahlungskräftigen Kundschaft des Stuttgarter Sportwagenbauers. Die VW-Tochter Audi brachte 13,1 Prozent mehr Fahrzeuge an den Mann. Bei BMW belief sich das Absatzplus auf 20,5 Prozent.

Die großen US-Hersteller konnten auch im September die meisten Verkäufe auf sich vereinen. Ford schob sich mit einem Plus von 46 Prozent auf 161 000 Autos dabei nahe an Platzhirsch General Motors heran. Der nach seiner krisenbedingten Teilverstaatlichung wieder an die Börse strebende Detroiter Konzern lag mit 173 000 verkauften Autos - eine Steigerung um elf Prozent - an der Spitze der Verkaufsränge.

Die starken Verkaufszahlen kommen zu einer Zeit, da die US-Verbraucher Experten zufolge nicht recht an einen Aufschwung glauben. Das Konsumklima hat sich im September eingetrübt, wie der Verbrauchervertrauens-Index von Thomson Reuters und der Universität Michigan zeigt. Ökonomen zufolge dümpelt die für die Wirtschaft der USA eminent wichtige Konsumentenstimmung weiter auf eher niedrigem Niveau vor sich hin - Grund seien Ängste, sich zu verschulden, und die hohe Arbeitslosigkeit. Wegen des lauen Wirtschaftsaufschwungs erwägt die Notenbank Fed nun, der schwächelnden Konjunktur mit neuen Geldspritzen auf die Sprünge zu helfen.

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