September-Werte
Bei den Lufthansa-Zahlen will keine Freude aufkommen

Die Lufthansa hat im September erneut mehr Fluggäste an Bord gezählt als im Vorjahresmonat. Die Fracht-Sparte trübt jedoch das gute Bild, genauso wie die Konkurrenz. Denn die legte noch weit stärker bei den Passagieren zu.

HB FRANKFURT. Mit 4,861 Mill. Passagieren beförderte die größte deutsche Airline 0,8 Prozent mehr als im September 2004. Auch im bisherigen Geschäftsjahr Januar bis September wies die Lufthansa trotz mehrmals erhöhter Kerosinzuschläge eine höhere Passagierzahl aus. In den ersten drei Quartalen, wo es nur zwei Monate mit negativer Tendenz gegeben hatte, stieg sie um 0,5 Prozent auf 38,82 Mill. Passagiere.

Die für Umsatz und Ertrag entscheidende Zahl der verkauften Passagierkilometer stieg überdurchschnittlich stark um 4,7 Prozent auf 82,8 Milliarden. Dies ist nach Lufthansa-Angaben vor allem auf die Zuwächse bei Langstreckenflügen Richtung Amerika und Asien zurückzuführen.

Weil der Absatz größer war als die im September vorgenommene Kapazitätsausweitung konnte Lufthansa eine Auslastung im Bereich Passage von 79,0 Prozent (plus 1,1 Prozentpunkte) vermelden. Im Frachtbereich Cargo ging der so genannte Nutzladefaktor jedoch um 2,2 Prozentpunkte auf 63,9 Prozent zurück. Die Gesamtauslastung der Lufthansa-Maschinen lag im September bei 71,9 Prozent und damit um 0,9 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr.

Nach Abschluss der ersten drei Geschäftsquartale musste die Lufthansa eine leicht rückläufige Gesamtauslastung von 70,6 Prozent vermelden (minus 0,4 Punkte). Dafür ist vor allem der Bereich Cargo verantwortlich: Denn während die Frachtmaschinen mit 64,0 Prozent (minus 2,2 Punkte) schlechter ausgelastet waren, waren die Sitzreihen in der Passage mit 75,8 Prozent um 1,5 Punkte besser besetzt als im Vorjahreszeitraum.

Die wichtigsten Lufthansa-Konkurrenten hatten zuletzt den Aufwärtstrend in der europäischen Luftfahrt bestätigt. Europas führende Fluggesellschaft Air France-KLM steigerte die Passagierzahlen im September um gut 7 Prozent auf mehr als 6 Millionen, die Zahl der verkauften Passagierkilometer stieg sogar um knapp 10 Prozent und damit wesentlich stärker als bei Lufthansa. Ähnlich gut verlief das Geschäft bei British Airways, der Nummer drei in Europa. Noch höhere Zuwächse verzeichneten Billiganbieter wie Easyjet und Ryanair dank des weiterhin wachsenden Angebots an neuen Flugstrecken.

Die Lufthansa-Aktie weitete ihre Verluste nach Bekanntgabe der Zahlen aus und notierte am frühen Nachmittag mit 11,61 Euro 1,4 Prozent schwächer.

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