September-Zulassungen
Opel ist Gewinner im schrumpfenden Automarkt

Die Autozulassungen in Deutschland sind im September erneut zurückgegangen. Das Minus blieb aber moderat. Während BMW und VW verlieren, verkauft Opel deutlich mehr Pkw.
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Flensburg/MünchenNach langem Schrumpfkurs hat der deutsche Automarkt mit einem kleineren Minus die Hoffnung auf baldige Besserung wieder angefacht. Im September wurden hierzulande 247.199 Autos neu zugelassen, das sind 1,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte. Die Branche freute sich darüber, dass der Rückgang kleiner ausfiel als zuletzt - im August hatte das Minus noch 5,5 Prozent betragen. Zudem wurde darauf verwiesen, dass der September einen Verkaufstag weniger gehabt habe. Bis Jahresende rechnen Fachleute mit einer Stabilisierung, wenn auch auf niedrigem Niveau.

„Die aktuellen Konsumprognosen sagen eine anziehende Konjunktur mit ungebrochener Kauflaune der Bürger voraus, und die sogenannte Anschaffungsneigung erreicht den höchsten Stand seit 2006“, sagte der Chef des Importeursverband VDIK, Volker Lange. „Vor diesem Hintergrund gehe ich davon aus, dass sich die Stabilisierung auch im vierten Quartal fortsetzen und damit das mit minus acht Prozent schlechte erste Halbjahr abfedern könnte.“

Die Zahl der privaten Autokäufe habe sich im dritten Quartal stabilisiert und so dafür gesorgt, dass die Neuzulassungen „nur 1,4 Prozent“ unter dem Vorjahreswert gelegen hätten, sagte Lange. Im Juli hatte der Pkw-Absatz in Deutschland leicht zugelegt und die Hoffnung geweckt, dass die Talfahrt zu Ende geht.

In den ersten neun Monaten betrug das Minus bei den Neuzulassungen nach KBA-Angaben sechs Prozent. Private Käufer wie auch große Firmen und Autovermieter hielten sich lange Zeit mit Bestellungen zurück. Im September verbuchte unter den deutschen Marken demnach Opel mit gut 13 Prozent die kräftigsten Zuwächse. Die GM-Tochter profitiert derzeit von der hohen Nachfrage nach dem kleinen Geländewagen Mokka und dem Adam. In seinen ersten sieben Verkaufsmonaten habe das Modell mit einem Gesamtabsatz von 16.492 Fahrzeugen das Jahresabsatzziel fast schon erreicht, teilte der Autobauer mit. „In Euphorie möchten wir aber keinesfalls verfallen, denn das Marktumfeld bleibt spannend“, sagte Opel-Vertriebsdirektor Matthias Seidl.

Ford und Porsche (jeweils plus 1,2 Prozent), Mercedes (plus 0,9) und Audi (plus 0,7) legten im September leicht zu. Einen Rückschlag gab es für den Mini, von dem 33,8 Prozent weniger als im September 2012 erstmals angemeldet wurden. Rückgänge mussten auch Smart (minus 6,6 Prozent), BMW (minus 3,9) und VW (minus 2,2) hinnehmen. Mit einem Anteil von 20,3 Prozent war VW dennoch die zulassungsstärkste Marke.

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  • Meine Frau und ich fahren seit 35 Jahren 18 versch. Opel Modelle.
    Wir hatten noch nie einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt bzw, Reparatur.

    Besser gehts nicht !!!

  • Sehr geehrter Herbert!
    Ich möchte Ihnen von meinem 9 Jahre alten Meriva A erzählen. Daß der Wagen keinen Rost und technisch bis heute keine Gebrechen gezeigt hat. Und ich möchte Ihnen von meinem Nachbarn erzählen, der in seinem Touran TSI die dritte Steuerkette wechseln lassen musste, weil ansonsten ein Motorschaden droht. Dies sind Fakten, keine Märchen. Aber Sie haben natürlich ebenso recht: Es gibt andersrum auch zufriedene VW-Fahrer sowie Opelbesitzer mit Problemen. Wir sollten uns darauf einigen können, daß man generell nicht so sehr pauschalisieren sollte. Den schlechten Opel gibt es nicht und den über alles erhabenen und perfekten VW auch nicht. Danke für Ihr Verständnis.

  • Wieder mal kein Wort zu Japanern in dem Artikel. Soweit zur Güte der Recherche...

    Ich fahre einen Japaner mit N jetzt bereits 14 Jahre und der läuft und läuft und läuft. Also warum umsteigen auf diese deutschen Designkatastrophen von heute? Das sind doch lauter Autos zum Abgewöhnen, kein Wunder also die Zahlen.

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