Serie: Die Zukunft der Industrie
Gute Aussichten für die Industrie

Ein Blick in die Zukunft: Der Deutschland-Report von Prognos zeigt die Perspektiven der einzelnen Branchen bis zum Jahr 2030 auf. Für die Industrie sehen die Prognosen weit weniger düster aus, als oft befürchtet.

DÜSSELDORF. Die deutsche Industrie im Jahr 2030: Viele Traditionswerke sind längst geschlossen, die Fertigung von Massengütern ins günstige Ausland verlagert. Aber anspruchsvolle Produkte, deren Fertigung Know-how und Kapital benötigt, werden nach wie vor in den deutschen High-tech-Schmieden produziert. Der deutsche Maschinenbau ist noch immer Weltspitze. Und in den Zentralen deutscher Unternehmen wird geforscht und entwickelt, werden Produktionsanlagen in Übersee gesteuert. Vor allem das Servicegeschäft boomt: Deutsche Ingenieure entwerfen, kontrollieren und warten weltweit Großprojekte.

So zumindest sehen die Marktforscher von Prognos die Zukunft der deutschen Industrie in seinem „Deutschland Report 2030“. Fazit: Die heimische Industrie hat ihre Zukunft, die Chancen sind unter den einzelnen Branchen allerdings unterschiedlich verteilt. Die Forscher haben für die einzelnen Branchen in Deutschland die entscheidenden Kennzahlen wie Umsatz, Erwerbstätigkeit, Exporte, Importe oder Wertschöpfung (Umsatz abzüglich Vorleistungen) detailliert fortgeschrieben.

Für die Industrie insgesamt sind die Aussichten gar nicht schlecht. Bis 2030 wird die Bruttowertschöpfung - sie gibt besonders gut die im Inland erbrachte Leistung wieder - des Verarbeitenden Gewerbes pro Jahr im Schnitt um 1,4 Prozent zulegen - nur geringfügig weniger als im Dienstleistungssektor. Noch 23,2 Prozent wird der Sektor zur gesamten Wertschöpfung in Deutschland beitragen - gerade einmal 0,1 Prozentpunkte weniger als derzeit.

Neben Wachstumsbranchen wie der Datenverarbeitung, der Kommunikationstechnik oder der Medizintechnik verbuchen auch klassische Industriesparten wie Maschinenbau, Chemie und die Autoindustrie überdurchschnittliche Zuwachsraten. Sie alle haben eines gemeinsam: Die deutschen Unternehmen können ihr Know-how ausspielen und Nachteile gegenüber dem Ausland durch eine zunehmende Automatisierung wettmachen. Branchen, bei denen die Lohnkosten entscheidend sind - etwa die Textil- und Bekleidungsindustrie - werden freilich weiter verlieren.

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