Severstal begnügt sich mit Strafzahlung
Zeitung: Mordaschow gibt Arcelor verloren

Der Mehrheitsaktionär des russischen Stahlkonzerns Severstal, Alexej Mordaschow, wird laut eines Zeitungsberichts sein Angebot für den luxemburgischen Konkurrenten Arcelor zurückziehen und stattdessen die millionenschwere Ausgleichszahlung einstreichen. Freiwillig räumt Mordaschow das Feld demnach aber nicht.

HB MOSKAU. Mordaschow werde bis zum Wochenende erklären, dass er kein Gegenangebot zur Arcelor-Offerte von Mittal Steel vorlegen werde, berichtete die russische Wirtschaftszeitung „Wedomosti“ am Donnerstag. Dabei berief sie sich auf zwei nicht näher genannte Quellen. Eine Severstal-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Die Zeitung berichtete weiter, Mordaschow habe keine Rückendeckung von dem Ölmagnaten Roman Abramowitsch erhalten. Der reichste Mann Russlands war in der Presse als Unterstützer eines höheren Severstal-Angebots für Arcelor gehandelt worden.

In Severstal-nahen Kreisen hieß es außerdem, es sei unwahrscheinlich, dass der russische Konzern ein Konsortium zum Kauf des Konkurrenten Corus anführen werde. Marktspekulationen über ein milliardenschweres Angebot eines solchen Investorenbündnisses hatten die Aktien des britisch-niederländischen Unternehmens in die Höhe getrieben.

Die Arcelor-Führung hatte am Wochenende ihren monatelangen Abwehrkampf gegen eine Mittal-Übernahme aufgegeben und dem fast 26 Mrd. Euro schweren, in etlichen Punkten verbesserten Angebot Mittals zugestimmt. Arcelor hatte zuvor Severstal zur Hilfe gerufen und mit den Russen eine Fusion vereinbart. Sollte diese nun tatsächlich scheitern, bekommt Severstal vertraglich vereinbarte 140 Mill. Euro als Ausgleich.

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