SGL Carbon
Kohlenstoffspezialist rutscht tiefer in rote Zahlen

Ein verlustreicher Verkauf belastet die Bücher des Kohlenstoffspezialisten SGL Carbon. Damit rutscht der Wiesbadener Konzern weiter in die roten Zahlen. Dabei ist ein Großteil des 2013 ausgerufenen Sparprogramms erfüllt.
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WiesbadenDer angeschlagene Kohlenstoffspezialist SGL Carbon ist im ersten Halbjahr 2015 tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Durch den verlustreichen Verkauf einer US-Tochtergesellschaft stieg der Fehlbetrag nach Steuern auf minus 85 Millionen Euro, wie Vorstandschef Jürgen Köhler am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Nach den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte SGL einen Verlust von rund 62 Millionen Euro in den Büchern stehen.

Operativ konnten die Wiesbadener auch durch weitere Einsparungen aus dem umfangreichen Kostensenkungsprogramm Boden gutmachen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 9,5 Millionen nach einem Verlust von 18,6 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2014. Der Umsatz blieb mit rund 655 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Der Verkauf seiner Luftfahrtsparte Hitco an den kanadischen Flugzeugteilebauer Avcorp Industries hatte SGL einen Verlust von rund 43 Millionen Euro beschert. Grund dafür war unter anderem die Rückzahlung von bereits erhaltenen Kundenanzahlungen.

Köhler zeigte sich zuversichtlich, die Jahresprognose und das geplante Einsparziel von 240 Millionen Euro zu erreichen. Seit Beginn des Programms Mitte 2013 seien 183 Millionen Euro eingespart worden. Für das Gesamtjahr peilt SGL einen Umsatz auf Vorjahresniveau und eine deutliche Ergebnisverbesserung an.

BMW und VW sind an dem Wiesbadener Unternehmen beteiligt. Zudem hält Aufsichtsratschefin und BMW-Großaktionärin Susanne Klatten über ihre Beteiligungsgesellschaft SKion rund 27,5 Prozent der SGL-Anteile.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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