Shanghai Auto plant angeblich eine Übernahme des englischen Autoherstellers
Chinesen interessieren sich für Rover

Vier Jahre nachdem der deutsche BMW-Konzern den britischen Autohersteller MG Rover für symbolische 10 Pfund (15 Euro) verkauft hat, soll nun der chinesische Konzern Shanghai Automotive Industry (SAIC) Interesse an der letzten englischen Automarke mit Massenproduktion haben.

LONDON. MG Rover hatte bereits im Juni mit den Chinesen eine Vereinbarung geschlossen, um „eine weitreichende strategische Partnerschaft“ aufzubauen. Ziel von SAIC ist, endlich in Europa Fuß zu fassen und ein Händlernetz zu übernehmen.

Die Chinesen wollen sich nach einem Bericht der Branchenzeitung „Automotive News Europe“ aber zunächst nur am britischen Hersteller beteiligen, erst mittelfristig werde die Mehrheit angestrebt. „SAIC wird Rover kaufen“, zitierte das Blatt vertraute Kreise in China. Bis zur Bekanntgabe dürfte es noch Monate dauern, da noch über die Höhe des Anteils verhandelt werde.

SAIC ist der zweitgrößte chinesische Autohersteller und produziert bereits mit Volkswagen (VW) und mit General Motors (GM). Der Konzern will nach eigenen Angaben „als weltweit operierender Hersteller in die Liste der 500 größten Unternehmen der Welt vordringen“ und hat erst im Juli 48,9 Prozent des südkoreanischen Herstellers Ssangyong Motor gekauft. Ssangyong ist ein Überbleibsel der aufgelösten Daewoo-Gruppe.

Damit will SAIC vor allem auch zu einem eigenständigen Pkw-Produzenten werden. Der Konzern besitzt bislang keine eigene Marke, hat aber vor, bis Ende 2007 rund 50 000 Autos unter einem Logo herzustellen. Ziel von SAIC ist zudem, 2010 einer der sechs größten Autohersteller der Welt zu sein.

Der finanziell starke Konzern verfügt bereits über 55 Tochterunternehmen und rund 60 000 Mitarbeiter. Frisches Geld für die Expansion soll zudem ein Börsengang Mitte 2005 beschaffen, der auf ein bis zwei Mrd. Dollar geschätzt wird. Dafür wurden bereits die Banken Morgan Stanley und Merrill Lynch sowie die Deutsche Bank angeheuert.

„Ich könnte mit vorstellen, dass SAIC in zwei bis drei Jahren die große Mehrheit an MG Rover hält“, wird eine Rover-Quelle zitiert. Ein Rover-Sprecher lehnte dazu gestern jede Stellungnahme ab und verwies auf die „wichtige“ Vereinbarung von Juni, die noch von der chinesischen Regierung genehmigt werden müsse. Er wollte die Übernahmegerücht aber auch nicht dementieren.

Seite 1:

Chinesen interessieren sich für Rover

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%