Shell & Co
Ölmultis schwimmen im Geld

Ölmulti müsste man sein: Die hohen Ölpreise verhelfen Shell und anderen Konzernen zu satten Gewinnsprüngen. Die Briten verdienten in drei Monaten mehr als acht Milliarden Dollar.
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Den HaagDie hohe Preise verhelfen den Ölkonzernen zu einem Geldregen. Europas Marktführer Shell teilte am Donnerstag mit, seinen Gewinn im zweiten Quartal nahezu verdoppelt zu haben, der norwegische Konkurrent Statoil verbuchte einen Rekordgewinn. Bereits am Dienstag hatte BP ein Quartalsergebnis von mehr als fünf Milliarden Dollar ausgewiesen.

Die Konzerne profitieren von den hohen Ölpreisen, die im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich zugelegt haben. Shell-Chef Peter Voser nannte zudem eine verbesserte Effizienz in der Produktion und erhebliche Kostensenkungen als Gründe für den Gewinnsprung. Diesen Weg werde Shell auch künftig beschreiten. „Unsere Strategie ist wettbewerbsfähig und innovativ“, sagte Voser.

Der Ertrag des britisch-niederländischen Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 97 Prozent auf 8,66 Milliarden Dollar (5,9 Milliarden Euro), wie Shell in Den Haag mitteilte. Zum Vergleich: Der deutsche Industrieriese Siemens erwartet in seinem gesamten Geschäftsjahr einen Gewinn von rund 7,5 Milliarden Euro.

Der Umsatz wuchs um rund ein Drittel auf 124,56 Milliarden Dollar. Die Ergebnisse lagen deutlich über den von Analysten an der Amsterdamer Börse geäußerten Erwartungen. Dennoch gab der Aktienkurs etwas nach.

Im ersten Halbjahr kletterte der Gewinn bei Shell verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 77 Prozent auf 17,44 Milliarden Dollar. Zu Wiederbeschaffungskosten - der Messlatte, die Schwankungen der Ölpreise berücksichtigt - steigerte das niederländisch-britische Unternehmen seinen Gewinn im zweiten Quartal um 77 Prozent auf rund 8 Milliarden Dollar sowie im Halbjahr um 58 Prozent auf knapp 15 Milliarden Dollar.

Vor allem durch Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Dollar hat der Konzern nach den Worten Vosers „eine neue Welle des Produktionswachstums“ in Gang gesetzt. So wurden 2011 drei Großprojekte in Betrieb genommen: Aus Ölsanden in Kanada und der Gasförderung sowie einer Anlage zur Gasverflüssigung in Katar gewinnt Shell inzwischen ein Äquivalent von 400 000 Barrel Öl pro Tag (Barrel = 159 Liter). „Mit neuen Förderungsstätten haben wir 2011 wichtige Fortschritte gemacht. Unsere neuen Projekte werden die finanziellen Erträge in den kommenden Quartalen weiter wachsen lassen“, sagte Voser voraus.

Norwegens größter Energiekonzern Statoil verneunfachte seinen Überschuss im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast auf 27,1 Milliarden Kronen (3,5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dank der kräftig gestiegenen Preise konnte Statoil auch Produktionsrückgänge locker wettmachen.

Am Nachmittag legt auch der größte US-Ölmulti Exxon-Mobil seine Zahlen vor. Analysten erwarten auch hier einen Gewinnanstieg.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sondersteuer zur Finanzierung des Energiewandels, wie wäre es damit? Ohje, ich bin wohl ein Träumer! Unsere fuckyouberlin-bande hat sich ja schon längst an die verkauft.

  • Der Herr Zwecker hat Recht, Er wird aber von der
    Regierung nicht für Voll genommen.

  • Diese Ölmultis sollten doch besser kontrolliert
    werden. Die Regierungen lassen das alles so laufen.
    Das Heizöll und Benzin bzw. Kraftstoffe könnten doch
    um die Hälfte günstiger sein. Verdient die Regierung
    hier zusätzlich noch mit.das wäre ja eine Schande, oder
    sind die Multis so mächtig, dann müssen eben die Gesetze
    rückwirkend zum Vorteil der Verbraucher geändert werden.
    Ich würde das in 4 Wochen machen, oder sind unsere Politiker dazu nicht in der Lage und haben wieder Ausreden
    wie immer.

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