Shell und Exxon verdienen prächtig
Hohe Ölpreise lassen Kassen klingeln

Der hohe Ölpreis und der schwache Dollar haben dem britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell im zweiten Quartal einen neuerlichen Gewinnzuwachs beschert. Der US-Konkurrent Exxon Mobil verbuchte sogar den höchsten Quartalsgewinn der amerikanischen Wirtschaftsgeschichte.

HB LONDON/MAILAND/MADRID. Der US-Konzern Exxon gab am Donnerstag einen Anstieg des Quartalsgewinns von 14 Prozent auf 11,68 Mrd. Dollar bekannt. Der Umsatz stieg sogar um 40 Prozent auf 138,1 Mrd. Dollar, wie Exxon am Donnerstag bekanntgab. Der britisch-niederländische Konkurrent Royal Dutch Shell erwirtschaftete im abgelaufenen Quartal ein Ergebniszuwachs von fünf Prozent auf 7,9 Mrd. Dollar (5,06 Mrd. Euro). Auch die südeuropäischen Energieunternehmen Eni und Repsol verzeichneten weiteres Wachstum.

Bei Shell war der Gewinntreiber die Produktionssparte, die im Berichtszeitraum von einem deutlichen Ölpreisanstieg profitierte. Die Öl- und Gasförderung ging zugleich leicht auf 3,126 Mill. Barrel pro Tag zurück. Die Milliardengewinne stärken auch die Kriegskasse: Shell rechnet 2008 mit Übernahmen im Gesamtwert von zehn Mrd. Dollar. Einzelheiten nannte das Unternehmen jedoch nicht.

Der italienische Eni-Konzern verdiente im zweiten Quartal 2,3 Mrd. Euro und damit vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf betrieblicher Ebene (Ebit) stieg das Ergebnis um gut ein Drittel auf 5,6 Mrd. Euro, wie die nach Börsenwert viertgrößte Ölgesellschaft Europas am Donnerstag mitteilte.

Der spanische Konkurrent Repsol wies in seinem Halbjahresbericht ein Anstieg des Nettogewinns von 15 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro aus. Das Betriebsergebnis kletterte in den ersten sechs Monaten auf 3,4 Mrd. Euro, vor allem beflügelt durch das kräftige Wachstum der Ölfördersparte.

Die Aktien von Repsol notierten im Handelsverlauf leicht im Plus. Die Papiere von Eni und Shell verzeichneten dagegen Verluste, genau wie vorbörslich der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern Exxon Mobil. Analysten hatten nämlich noch mehr Gewinn und Umsatz erwartet. Exxons gesamte Öl- und Gasförderung sank zudem erneut um mehr als zehn Prozent. Für alle Konzerne wird die Suche nach neuen Vorkommen und deren Ausbeutung immer schwieriger und kostspieliger. Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron legt an diesem Freitag seine Zahlen vor.

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