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VW-Abgasskandal belastet Zulieferer

In der Bilanz des Zulieferers SHW hinterlässt der VW-Dieselskandal deutliche Spuren: Der Umsatz mit dem Wolfsburger Konzern ist um 17 Prozent eingebrochen. Zusätzlich drücken Abschreibungen den Gewinn.
Der Zulieferer SHW ist abhängig vom Umsatz mit dem Wolfsburger VW-Konzern. Quelle: dpa
Abgasskandal

Der Zulieferer SHW ist abhängig vom Umsatz mit dem Wolfsburger VW-Konzern.

(Foto: dpa)

AalenDer VW-Dieselskandal macht dem Zulieferer SHW noch deutlich zu schaffen. Der Umsatz ging in den ersten neun Monaten des Jahres um 13 Prozent auf rund 312 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen aus Aalen (Baden-Württemberg) am Mittwoch mitteilte. SHW macht mehr als ein Drittel seines Umsatzes allein mit Volkswagen. Der Umsatz mit dem Wolfsburger Konzern sank in dem Zeitraum um 17 Prozent auf 129 Millionen Euro.

Der Gewinn brach in den ersten neun Monaten des Jahres um rund 20 Prozent auf 9,9 Millionen Euro ein. Das liege aber nicht am Dieselskandal, sondern an hohen Abschreibungen für Produktionsanlagen und am Wegfall eines Einmalertrags, erläuterte ein Unternehmenssprecher. Man habe den Rückstand beim Nettoergebnis im Vergleich zum Halbjahr aber bereits deutlich reduzieren können.

Im dritten Quartal alleine wuchs der Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 23 Prozent auf rund 3,4 Millionen Euro. „Es droht in keinster Weise Gefahr, in die Verlustzone zu geraten. Was die Marge betrifft, sind wir sogar signifikant besser geworden“, sagte der Sprecher. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei über neun Monate nahezu konstant geblieben.

Das sind die größten Autozulieferer
Platz 14: Valeo
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14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete der französische Autozulieferer im vergangenen Jahr. Das Unternehmen wirbt unter anderem damit, dass jedes dritte Auto in Europa mit einer Valeo-Kupplung fährt.

Quelle: Berylls Strategy Advisors

Platz 13: Goodyear
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Der US-Konzern ist der weltweit drittgrößte Reifenhersteller und kam 2015 auf einen Umsatz von 15 Milliarden Euro.

Platz 12: Lear Corporation
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Der amerikanische Zulieferer stattet vor allem das Innenleben der Autos aus, unter anderem mit Sitzgarnituren. Mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro kommt Lear auf Rang zwölf.

Platz 11: Faurecia
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Der französische Automobilzulieferer designt und produziert Autositze, Abgasanlagen, Innenraumsysteme und Kunststoff-Außenteile. Die weltweit fast 100.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im vergangenen Jahr 20,7 Milliarden Euro.

Platz 10: Michelin
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Der traditionsreiche französische Reifenhersteller kam 2015 auf einen Umsatz von 21,2 Milliarden Euro.

Platz 9: Johnson Controls
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Eine Batterie steht im Werk Johnson Controls in Hannover auf einem Produktionsband. Der Mischkonzern produziert und vertreibt Innenausstattungen und Elektroniksysteme vieler Autohersteller. Umsatz: 23,9 Milliarden Euro.

Platz 8: Bridgestone/Firestone
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Das japanische Unternehmen ist vor allem für seine Reifen bekannt. Im Jahr 2015 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,1 Milliarden Euro.

Der Konzern verwies zudem auf einen neuen Großauftrag für elektrische Achsgetriebepumpen an den weltweit führenden Hersteller vollelektrischer Autos in Höhe von 100 Millionen Euro. Die Produktion soll mindestens fünf Jahre laufen.

Der Pumpenspezialist rechnet für 2016 mit einem Umsatz zwischen 410 und 430 Millionen Euro. SHW hatte erst im Juli die Prognose für das Jahr wegen der Auswirkungen des Dieselskandals gesenkt. Das Unternehmen produziert Pumpen, Motorteile und Bremsscheiben und beschäftigt 1250 Mitarbeiter.

  • dpa
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