Sicherheitsrisiko durch Lackierschäden
Tausende Boeing-Jets müssen zur Inspektion

Tausende betagter Boeing-Jets – darunter Flugzeuge des meistgeflogenen kommerziellen Boeing-Jets 737 – müssen demnächst zur Inspektion. Der Grund sind feinste Oberflächen-Kratzer an der Aluminiumhülle, die zu schweren Fällen von Materialermüdung führen können.

LOS ANGELES. Trotz 15-jähriger Bemühungen von US-Luftfahrtaufsicht und Flugzeugbauern, die strukturelle Zuverlässigkeit älterer Jets zu gewährleisten, gibt es jetzt Bedenken gegen die jahrelang übliche Vorgehensweise bei Lackierarbeiten. Das Problem sind feinste Verletzungen an der Oberfläche der Aluminiumhaut der Jets. Diese linienförmigen Kratzer entstehen, wenn Lackierer scharfe Metallgeräte anstatt von Holzwerkzeug benutzen, um zum Beispiel vor einer Neulackierung alte Dichtungen oder hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Über die Jahre können diese kaum erkennbaren Kratzer zu tiefen Rissen wachsen. Diese Bedenken haben Boeing und die Aufsichtsbehörde veranlasst, neue Inspektionsintervalle anzusetzen, um dem Problem auf den Grund zu gehen.

Die gefährdetsten Maschinen sind offenbar größtenteils ältere Boeing-737-Modelle. Diese werden von den meisten Airlines weltweit geflogen. Doch auch für andere Boeing-Modelle und Airbusse könnten die neuen Inspektionen fällig werden. Ein Airbus-Sprecher in den USA sagte, er wisse noch nichts von besonderen Sicherheitsmaßnahmen bezüglich der Kratzer.

Noch ist es zu früh, das Sicherheitsrisiko zu klassifizieren. Doch Vertreter von Flugsicherheitsbehörde und Luftfahrtindustrie erwarten, dass mehrere Tausend Flugzeuge über die kommenden Monate und Jahre diese Extra-Inspektion durchlaufen müssen.

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