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24.07.2007 

Bei Siemens heißt es, in jüngster Zeit habe es keine Verhandlungen gegeben. Ohnehin könne die Kaufoption erst 2012 ausgeübt werden. Allerdings sei man immer in Kontakt mit den Franzosen.

Siemens genießt in französischen Regierungskreisen nicht den besten Ruf. Staatschef Sarkozy brüstete sich im Wahlkampf damit, den Einstieg von Siemens bei Alstom im Jahr 2004 erfolgreich verhindert und damit französische Arbeitsplätze gerettet zu haben. In Sarkozys Umgebung wird Siemens bis heute vorgeworfen, damals eine feindliche Übernahme gegen Alstom geplant zu haben.

Kritik an Siemens gab es in Frankreich außerdem im Zusammenhang mit der von der EU-Kommission verbotenen Fusion der Konzerne Schneider und Legrand. Siemens habe die EU-Kommission damals mit Informationen beliefert, die schließlich zu dem Fusionsverbot geführt hätten, heißt es in Paris. Der Europäische Gerichtshof hob das Fusionsverbot später auf.


Siemens profitiert – noch – von der Kernkraft

Die Anteile: Der Münchener Siemens-Konzern baut selbst keine Kernkraftwerke mehr. Das gesamte Geschäft in diesem Bereich hat das Unternehmen an die französische Areva abgegeben. Daran hält Siemens 34 Prozent der Anteile. Wichtigster deutscher Areva-Standort ist Erlangen.

Die Strategie: Siemens ist bei Areva-Aufträgen oft mit an Bord, weil die Deutschen ein wichtiger Lieferant der nicht-nuklearen Teile eines Kraftwerks sind. Insofern profitiert auch Siemens von neuen Kernkraftwerken.

Die Zukunft: Weltweit werden wieder zahlreiche neue Kernkraftwerke gebaut. Gestern kündigte etwa Mitsubishi an, dass die Umsätze in der Nuklearsparte in den nächsten zehn Jahren um das Dreifache steigen sollen. Im März verkauften die Japaner zum Beispiel zwei Reaktoren in die USA. Von dem weltweiten Trend zu neuen Kernkraftwerken verspricht sich auch Areva eine kräftige Belebung des Geschäfts.

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