Siemens Joe Kaeser bringt den Aktienkurs in Bewegung

Erstmals seit mindestens fünf Jahren hat Siemens-Chef Joe Kaeser Aktien seines Konzerns verkauft und damit eine Millionensumme verdient. Das Geschäft brachte am Nachmittag Bewegung in die Siemens-Aktie.
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Der Verkauf von 30.000 Aktien beschert dem Siemens-Chef einen Millionenerlös. Quelle: AFP
Joe Kaeser

Der Verkauf von 30.000 Aktien beschert dem Siemens-Chef einen Millionenerlös.

(Foto: AFP)

FrankfurtSiemens-Chef Joe Kaeser hat erstmals seit mindestens fünf Jahren Aktien des Industriekonzerns verkauft und damit rund 3,78 Millionen Euro erlöst. Der Vorstandsvorsitzende trennte sich von 30.000 Anteilen zum Preis von je 124,75 Euro. Der Konzernchef erfülle aber weiterhin die sogenannte Share-Ownership-Verpflichtung, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. Diese Verpflichtung besagt, dass der Vorstandsvorsitzende das Dreifache des jährlichen Grundgehalts in Aktien halten muss.

Das Geschäft setzte aber den Aktienkurs unter Druck. Zuletzt standen die Papiere 1,12 Prozent tiefer bei 123,35 Euro. Nach Angaben der Sprecherin war es der erste Aktienverkauf von Kaeser seit mindestens 2012.

Das sind die Spitzenverdiener im Dax
Platz 30: Reinhard Ploss
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Von allen CEOs verdiente Reinhard Ploss im vergangenen Jahr am wenigsten. Der Vorstandschef von Infineon erhielt 2016 knapp über 2,3 Millionen Euro. Das sind rund 500.000 Euro weniger, als er noch 2015 bezog..

Quelle: Dr. Heinz Evers Vergütungsberatung für das Handelsblatt

Platz 29: Peter Terium
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3,49 Millionen Euro erhielt Peter Terium 2016 für sein Arbeit. 2015 verdiente der Vorstandsvorsitzende von RWE noch mehr als 5 Millionen Euro. Terium wechselte im Herbst zu der Tochter Innogy, in die RWE das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien abgespalten hat.

Platz 28: Martin Zielke
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Nur 6000 Euro mehr als RWE-Chef Terium verdiente 2016 Martin Zielke. Im zurückliegendem Jahr kam er auf 3,496 Millionen Euro. Zielke wurde allerdings auch erst ab Mai Manager der deutschen Privatbank. 2015 verdiente er noch rund 2,4 Millionen Euro.

Platz 15: Tim Höttges
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Der Manger und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom verdiente 2016 rund 6,12 Millionen Euro. Damit konnte Tim Höttges sein Gehalt minimal steigern. 2015 erhielt er noch 23.000 Euro weniger.

Platz 14: Oliver Bäte
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Der Vorstandsvorsitzende der Allianz hat 2016 rund 6,2 Millionen Euro verdient. Im Vergleich zu 2015 konnte Bäte seinen Verdienst so deutlich steigern. Damals bekam er fast eine Million Euro weniger. Bäte wurde allerdings auch erst im Mai 2015 Chef.

Platz 13: Werner Baumann
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Der Manager ist seit Mai 2016 Vorstandsvorsitzender von Bayer. Seine erste wichtige Amtshandlung war das Übernahmeangebot von Bayer mit dem US-Saatgutriesen Monsanto. 2016 verdiente der 54-Jährige 6,4 Millionen Euro und landet damit auf Platz zehn. Sein Vorgänger Marijn Dekkers hatte 2015 eine fast genauso hohe Vergütung erhalten.

Platz 12: Frank Appel
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Seit 2008 ist Appel Chef der Deutschen Post. Der 55-Jährige studierte Chemie und Neurologie und arbeitete danach zunächst als Berater und Projektleiter bei McKinsey & Co. Im vergangenen Jahr verdiente er 6,6 Millionen Euro – ein Plus von rund 500.000 Euro.

Der Unternehmenschef nutzte bei seinem Verkauf den sehr guten Lauf der Siemens-Aktie in den vergangenen Monaten: Das Papier steht derzeit auf einem so hohen Niveau wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Alleine seit einem Tief im November 2016 bei 100 Euro stieg die Aktie bis Anfang März auf zeitweise mehr als 126 Euro.

  • dpa
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