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23.03.2006 
Schwarze Kasse

Siemens-Manager sollen Italiener bestochen haben

Der hessische Generalstaatsanwalt hat Anklage gegen zwei ehemalige hochrangige Siemens-Mitarbeiter erhoben. Der Vorwurf lautet auf Bestechung und Untreue. Der Konzern schweigt.

HB MÜNCHEN. Einem einstigen Vorstandsmitglied des Unternehmensbereichs Power Generation und einem weiteren Ex-Beschäftigten werde vorgeworfen, zwischen 1999 und 2002 an zwei Manager zweier Töchter des italienischen Energiekonzerns Enel Schmiergelder in Millionenhöhe gezahlt zu haben, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Mit den zwei Zahlungen von rund 5,6 Mill. Euro und knapp 484 000 US-Dollar hätten die beiden Angeklagten an Aufträge für Gasturbinen und -Zubehör gelangen wollen. Das Auftragsvolumen für Siemens sei rund 338 Mill. Euro schwer gewesen.

Die Gelder hätten aus eine „schwarzen Kasse“ außerhalb der offiziellen Buchhaltung gestammt, erklärte die Staatsanwaltschaft. „Deren Bestand von 12 Mill. Schweizer Franken soll durchweg für derartige „nützliche Aufwendungen' verwendet worden sein“, hieß es in der Mitteilung. Die Ermittlungen gegen drei weitere Beschuldigte seien noch nicht abgeschlossen. In Italien ermittle die Mailänder Staatsanwaltschaft gegen die Schmiergeldempfänger.

„Wir können uns nicht zu einem laufenden Verfahren äußern“, sagte ein Siemens-Sprecher.

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