Nach Verkündung der Sparpläne bei Siemens herrscht bei den Mitarbeitern Fassungslosigkeit: Die Gewerkschaft stimmt sich auf einen Arbeitskampf ein. Siemens-CEO Kaeser hatte dagegen einen angenehmen Termin vorgezogen.

Kommentare

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  • Wie sich Herr Käser verhalten hat ist zynisch und nicht zu akzeptieren, auch nicht durch einen Händeschütteltermin mit der Queen. Es mag ja sein, dass Siemens nicht umhin kommt, die Jobs für fast 7000 Menschen abzubauen, weil es dafür keine Zukunft mehr gibt (was zum Teil Fr. Merkel mit zu verantworten hat :-( ). Es war klar: der Überbringer der -schlechten- Botschaft wird zwar nicht wie im Mittelalter geköpft, muss sich aber bohrenden Fragen stellen und Antworten geben, die zufriedenstellen. Diesen Job seiner Mitarbeiterin zu überlassen, ist feige und charakterlos. Wenn das Schiff sinkt, geht der Kapitän als letzter von Bord - im übertragenen Sinne. Die Queen hätte das mit Sicherheit verstanden. Größe zu zeigen ist halt nicht jedermanns Geschäft.

  • Die jungen Mitarbeiter können doch nach China umziehen, die Älteren haben bekommen eine Job bei Herrn Hatz. Alles wie seit Jahren, maximaler Schaden, hoch lebe Frau Dr. Merkel.

  • VW will 34 Milliarden in die Elektromobilität stecken. Und wer war an der Entwicklung der Elektromotoren maßgeblich beteiligt? Ein gewisser Werner von Siemens. Der war Ingenieur und Abenteurer in einem. Ein Teufelskerl. Seine Erinnerungen sind spannend wie ein Abenteuerroman. Das waren die Leute, die die deutsche Industrie groß gemacht haben. Und Joe Kaeser? Fällt nix ein, Wie denn auch. Ich halte den Hype für Elektromobilität für völlig überzogen, aber dieser Trend hätte allemal ausreichen müssen, einige tausend Leute bei einem Elektrokonzern in Lohn und Brot zu behalten, wenn man rechtzeitig umgesteuert hätte. Klar, eine Gasturbine ist kein Elektromotor, aber ein Unternehmen kann in den seltensten Fällen 100 Jahre das gleiche machen. Ein Vertriebler hat mir mal vor 30 Jahren gesagt: "Das Geld liegt auf der Straße. Man muss es nur aufheben." Man muss sich halt bücken.

  • „Es sind Tränen geflossen“

    „Und so nutzte auch Siemens-Chef Joe Kaeser am Donnerstag die Chance, das Staatsoberhaupt in einem Siemens-Windkraftwerk in England zu empfangen“.

    Das hätte ich an seiner Stelle nicht gemacht. Das ist nicht vorrangig eine Frage des „Timings“, sondern eine des Respekts vor seinen Mitarbeitern. Von der "Außenwirkung" will ich jetzt mal gar nicht reden.

    Aber, so hart er im Moment immer ist: Jeder Abschied beinhaltet auch die Chance auf Neuorientierung hin in eine neue, auch für einen selbst womöglich bessere Richtung. Es kommt dabei nicht nur auf die (hoffentlich gegebene!!) Unterstützung durch andere, sondern auch auf einen selbst an.

    Im Übrigen möchte ich nochmals auf die beiden letzten Absätze meines Kommentars zum HBO-Artikel http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kaeser-forciert-sparkurs-siemens-streicht-tausende-stellen-in-deutschland/20592828.html gestern hinweisen:

    „Dass bei solchen Entlassungen auf die Interessen der betroffenen Mitarbeiter so viel Rücksicht wie irgend möglich genommen werden muss, gebietet schon der Anstand und der Respekt vor ihnen. Dies allein schon vor dem Hintergrund des Vorwurfs, dass „Siemens in den vergangenen Jahren nichts getan (habe), um die Sparte auf die Veränderungen am Markt vorzubereiten. (…)“

    „Es wäre m.E. z.B. sinnvoll, zu überlegen, ob - und ggfs. unter welchen Umständen - es möglich ist, Mitarbeiter, deren Stellen in den betroffenen Sparten wegfallen für eventuell neu entstehende Stellen in den Bereichen, in die jetzt investiert wird zu qualifizieren.“

  • Soziale Verantwortung ?
    Zukunftsweisende Mangement-Ideen?
    Gewinne reinvestieren?
    Corporate Identity?
    Herr Kaeser, darüber sollten sie nachdenken!

  • Kaeser ist unfähig, er hat die Ölfirma Dresser Rand im Öl Hype extrem teuer gekauft - jetzt Mitarbeiter entlassen - obwohl Facharbeiter in Deutschland selten sind?
    Strategisch ist Kaeser einfach nur schwach - kein guter Mann.

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