Industrie
Siemens-Pläne in Korea geplatzt

Der gemeinsame Einstieg des Münchener Siemens-Konzerns und Hyundai Motor bei einem koreanischen Hersteller von Navigationssystemen ist vorerst gescheitert. Die beiden Unternehmen wollen einen plötzlichen Preispoker nicht mitmachen.

HB SEOUL/MÜNCHEN. Der koreanische Autohersteller und Siemens teilten am Dienstag mit, die staatliche Korean Deposit Insurance Corp (KDIC) und Gläubigerbanken, die zusammen 43,2 % an dem koreanischen Navigationssysteme-Hersteller Hyundai Autonet Co halten, hätten einen höheren Preis verlangt als ursprünglich vorgeschlagen. Das Konsortium aus Siemens und dem koreanischen Autohersteller war im März als bevorzugter Bieter für den Kauf des Anteils für umgerechnet gut 250 Mill. Dollar ausgewählt worden.

„Die KDIC hat verlangt, den Preis zu erhöhen, und Siemens hat angekündigt, den Kauf aufzugeben, wenn der Preis höher wird“, hieß es in der Erklärung von Hyundai. Siemens erklärte, es sei höchst ungewöhnlich, eine Gruppe als bevorzugten Bieter auszuwählen und hinterher den Preis zu erhöhen. „Wir werden keinen überzogenen Preis für das Unternehmen bezahlen. Wir erwägen, aus dem Kaufprozess auszusteigen“, sagte der bei der Autozulieferer-Tochter Siemens VDO für die Übernahme zuständige Manager Bertold-Dietrich Gärtner.

Eine Stellungnahme der KDIC, die mit 35 % größter Anteilseigner der Hyundai Autonet ist, war zunächst nicht zu erhalten. Gemessen an den derzeitigen Börsenkursen ist der Wert des Aktienpakets des Autozulieferers höher als bei der damaligen Absprache.

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