Das Geschäft mit der elektronischen Sicherheit ist vor allem in Großbritannien, aber auch in den USA schon lange ein großes Thema. Die Deutschen dagegen waren lange skeptisch. Das hat sich etwas geändert, seit Ende vergangenen Jahres durch Videoaufnahmen Anschlagsversuche aufgeklärt werden konnten. Deshalb rechnet SBT nun auch hier zu Lande verstärkt mit Aufträgen. „Video-Systeme werden auch in Deutschland jetzt eher akzeptiert, weil sie die jüngsten Fahndungserfolge erst ermöglicht haben“, sagt Hiesinger.
Nach Angaben des Branchenverbands ZVEI ist das Geschäft mit Systemen für die Zugangskontrolle in Deutschland im Jahr 2005 um rund fünf Prozent gewachsen. Die Videotechnik legte um knapp vier Prozent zu. Der Markt ist weltweit extrem zersplittert. Die zehn bedeutendsten Anbieter kommen lediglich auf 25 Prozent Marktanteil. Zu den größten Konkurrenten zählen die US-Konzerne Tyco, Honeywell, United Technologies sowie General Electric. In Europa sind vor allem Bosch und Thales aktiv. Siemens selbst hält zwei Prozent Marktanteil, will sich aber verstärken. „Wir kaufen punktuell zu. Uns interessieren vor allem Technologien, die noch am Anfang stehen“, sagt Bereichschef Hiesinger. Zuletzt hat SBT im September und Dezember zwei Softwarefirmen gekauft. Software wird immer wichtiger, um die vielen von den Kameras eingefangenen Bilder auch auswerten zu können.

