Siemens-Rivale
Warren Buffett verhilft GE zu Gewinnsprung

Gute Nachrichten für General Electric: Der Siemens-Rivale verzeichnete im dritten Quartal 50 Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr, weil eine große Belastung entfiel.
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FairfieldDer große Siemens-Rivale General Electric scheint die weltwirtschaftlichen Probleme vergleichsweise gut zu verkraften. Im dritten Quartal konnte der US-Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf 36,3 Milliarden Dollar (27,8 Mrd Euro) steigern. Auch der Gewinn stieg. Doch GE räumte im gleichen Atemzug ein, dass die Erholung in den USA schleppend verlaufe und dass Europa ein hartes Pflaster bleibe.

„Das allgemeine Umfeld bleibt schwierig, aber GE fährt mit seiner Wachstumsstrategie fort“, sagte Konzernchef Jeff Immelt am Freitag am Firmensitz in Fairfield im US-Bundesstaat Connecticut. Der Konzern stellt Flugzeugturbinen und Kraftwerkskomponenten her, ist bei der Medizintechnik aktiv und besitzt eine große Finanzsparte. Immelt betonte, GE sei auf alle möglichen Szenarien bei der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung vorbereitet.

Der Gewinn im Quartal verbesserte sich um 49 Prozent auf unterm Strich 3,5 Milliarden Dollar. Dieser gewaltige Sprung lag allerdings in erster Linie daran, dass GE im Vorjahreszeitraum dem Finanzinvestor Warren Buffett einen dicken Scheck ausgestellt hatte, was damals das Ergebnis schmälerte. Buffett hatte GE Geld geliehen und mit satten Zinsen zurückbekommen. Diese Belastung fiel nun weg.

Die Börsianer zeigten sich unzufrieden mit dem Abschneiden. Sie hatten auf einen höheren Umsatz gehofft. Zudem stieß sauer auf, dass General Electric seinen Umsatzausblick für das Gesamtjahr senkte. Statt einem Plus von 5 Prozent soll nun nur noch ein Plus von 3 Prozent herauskommen (jeweils die verkaufte Fernsehtochter NBC Universal ausgeklammert). GE will aber weiterhin einen prozentual zweistelligen Gewinnzuwachs schaffen. Die Aktie fiel um 3 Prozent.

Probleme bereitete General Electric zuletzt das Geschäft mit Windanlagen, wo die Aufträge merklich zurückgingen. In den USA droht zum Jahresende eine steuerliche Förderung auszulaufen. Siemens baut deshalb bereits Stellen in seiner eigenen Windanlagen-Fertigung in den USA ab. Auch sonst hatte Siemens zuletzt die weltwirtschaftlichen Probleme zu spüren bekommen und ein Sparprogramm angekündigt. Die Münchner legen ihre Zwischenbilanz am 8. November vor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was bei GE zu beoachten ist, dass GE & SIEMENS sich gegenseitig ziemlich "angehen", bei gehen im Prinzip in viele gleiche Visionen und versuchen unternehmerisch zu folgen: Beispiel Med.Geräte-Sparte, Windenergie, Mining, etc.
    SIEMENS muss hier aber Visionen auch Taten folgen lassen, sonst bleiben es Wunschgebilde mit "keine Kunden, aber hohe interne Kosten".
    Beispiel: MINING
    http://www.ge.com/mining/
    http://www.industry.siemens.com/verticals/global/en/mining-industry/pages/mining-industry.aspx

    Deutschland krankt leider, leider, leider ... an den Nachwehen, ein verfehlten RAG-Politik:
    http://www.rag-deutsche-steinkohle.de/medien/pdf/T-1191247646.pdf
    Anstelle ins Ausland zu gehen und sich hier global im Rohstoff- und Mininggeschäft zu etablieren, machte man es sich im hochsubventionierten deutschen Markt gemütlich. Satt kann auch dumm machen.
    Heute versucht sich die RAG natürlich auch im Mining-Geschäft:
    http://www.ragms.com/
    , aber ... viel zu spät. Rohstoffkonzerne sind längst woanders tätig, die RAG-Internationalisierung viel, viel, viel ... zu spät angegangen.

  • Windkraftsubventionen sind nicht schwachmatisch, aber verteuern den Strom in Zeiten wo noch ein Übermaß an fossilen Energien vorherrscht, was preiswerter verbrannt werden kann. Und genau das passiert z.Zt. in den USA - Erdgas wird massiv gefördert --- und vebrannt.
    GE hat aber Weitblick und ist besonders auch in Deutschland aktiv, da hier stark Erfahrungen geammelt werden kann ... in dem z.B. Geschäft mit regenerativen Energien. Erfahrungen, die später weltweit angewendet werden können. Die Sichtweise, dass Deutschland sich im Tempo etwas politisch verrennt und ein Inseldenken mit hohen Energiepreisen auferzwungen wird, woran die nationale Industrie "zu knacken" hat, ist ein anderes Thema. Ebenso die Unsitte, dass z.B. Bayern sein Land mit Solarzellen zupflastern kann, aber die nicht vermögenden Mieterhaushalte im dichten NRW dann schön brav höhere Stromrechnungen zahlen dürfen. Auch die Unsitte, dass sich der Strommarkt in Deutschland zu einem planwirtschaftlichen Modell entwickelt, welches die Kosten dem Steuerzahler aufbürdet, aber die Gewinne den privaten Energieunternehmen zukommen läßt, ist so einzigartig in der Welt. Es gleich hier dem Bankenmodell: Verluste sozialisieren und Gewinne privatisieren. Deutschland kann sich dieser Weg nur leisten, weil es Industrie und mittelständische Industrie noch vergleichweise gut geht, wenngleich die Zulieferindustrie immer mehr nach Asien u. i.a. Billigmärkte gedrängt wird.

  • Schlagzeile wieder mal auf Bildzeitungsniveau.

    Allerdings kein Grund, gleich einen auf Verschwörungs- und Untergangstheorie zu machen.

    1.Hier geht es nur umd die überwundene Delle des durchschlagenden letztjährigen FINANZergebnisses
    2.Operativ wird für 2013 ein weiterer Ergebnisanstieg erwartet
    3.Umsatzprognose weiterhin positiv. Was nicht from with-in kommt, wird hinzugekauft.

    Ansonsten sind die Amis zu loben für die Abschaffung des idiotischen Windkraftsubventionen. Sollte man endlich auch hier tun !

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