Siemens testet Sicherheitstechnik
Ein Flughafen ganz ohne Flugzeuge

Siemens hat im mittelfränkischen Fürth einen Test-Airport aufgebaut. Mitten auf der grünen Wiese zeigt der Konzern, was rund ums Flugzeug alles bietet. Das Interesse der Kunden ist groß.

FÜRTH. Donnerstag, 10. August, nachmittags um halb drei. Vor den Lufthansa-Schaltern am New Yorker Flughafen Newark stehen die Menschen in einer langen Schlange. Die Leute sind verunsichert. Seit Stunden laufen die Bilder der englischen Polizei über die Fernseher. Die Ermittler haben gerade eine Bande mutmaßlicher Flugzeugattentäter festgenommen.

Die Menschen am Check-in haben viele Fragen. Manche sind ängstlich, doch die meisten Gespräche drehen sich um praktische Dinge. Es gibt Gerüchte, dass es verboten wurde, Handgepäck mit in die Kabine zu nehmen. Nun wollen die Reisenden wissen, ob sie ihr Notebook überhaupt aufgeben können. Oder ob die Handtaschen in den Mühlen der Gepäckanlage kaputt gehen. Und sie fragen sich, wie das aufgegebene Gepäck kontrolliert wird.

Szenenwechsel: Einige tausend Kilometer entfernt rattert eine Gepäckförderanlage in einer Industriehalle in Fürth-Bislohe. Flugzeuge sind nicht zu sehen, auch keine Start- und Landebahn. Trotzdem rumpelt eine Tasche nach der anderen über die Gleise. Zwischen Wiesen und Feldern hat Siemens einen Mini-Flughafen aufgebaut. Mit Parkleitsystem, Check-in-Schaltern, Sicherheitsschleuse und einer riesigen Gepäckförderanlage. Nach Frankfurt und München ist es laut Siemens die „drittkomplexeste“ Anlage in Deutschland.

In seinem Airport-Center zeigt der Konzern, was er rund ums Flugzeug alles bietet. Zudem testen die Ingenieure hier neue Anlagen. Das Interesse der Kunden ist groß: Seit das Zentrum im Dezember eröffnet wurde, sind 3 100 Flughafen-Manager und Techniker aus der ganzen Welt gekommen. Hier würden auch die Fluggäste in New York eine Antwort auf ihre Fragen bekommen.

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