Siemens-Tochter
Osram sieht leuchtende Zukunft

Auch für das Geschäftsjahr 2005/06 ist der Leuchtenhersteller Osram optimistisch und rechnet erneut mit steigenden Verkaufszahlen und einem hohen Gewinn. Die Siemens-Tochter setzt dabei vor allem auf die Märkte in Asien und Osteuropa sowie das wachsende Geschäft mit Leuchtdioden.

HB MÜNCHEN. „Auch im Geschäftsjahr 2006 wollen wir bei Innovationen punkten und ein gutes Mengenwachstum erreichen“, sagte Osram-Chef Martin Goetzeler am Donnerstag in München. Auch das Ertragsniveau solle hoch bleiben. Für das wachsende Geschäft in Asien baut Osram eine eigene Regionalorganisation auf, in der Manager ihren Bereich von dort aus leiten sollten.

Im vergangenen Geschäftsjahr (zum 30. September) baute das zu den größten Leuchtenherstellern der Welt zählende Unternehmen seinen Umsatz um ein Prozent auf 4,3 Mrd. Euro aus. Ohne die Auswirkungen durch den schwachen Dollar hätte der Zuwachs drei Prozent betragen. Der Gewinn wuchs auf 465 Mill. von 445 Mill. Euro im Jahr zuvor. Die Umsatzrendite kletterte auf 10,8 (Vorjahr: 10,5) Prozent. Osram ist damit eine der rentabelsten Sparten von Siemens. Branchenführer ist die Beleuchtungssparte des niederländischen Philips-Konzerns.

Der neue Osram-Chef erklärte, die Gewinnsteigerung sei trotz schärferen Wettbewerbs, höherer Rohstoffpreise und weiter hohen Entwicklungsleistungen gelungen. Steigende Umsätze verbuchte Osram im vergangenen Jahr in Amerika und Asien, während der Deutschland-Umsatz um fünf Prozent sank. Eine genaue Prognose für 2005/06 legte das Unternehmen, das im kommenden Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, nicht vor.

Osram stellt von einfachen Glühlampen über Lichtsysteme für Fahrzeuge bis hin zu komplexen Gebäudebeleuchtungen - etwa für die in verschiedenen Farben leuchtende Außenhülle der Münchener Allianz-Arena - verschiedenste Beleuchtungssysteme her. Die Zahl der Mitarbeiter der Gruppe stieg im abgelaufenen Jahr vor allem durch die Neukonsolidierung der russischen Tochter SVET um 1700 auf 38 383 Mitarbeiter. In Deutschland beschäftigte Osram 8756 Menschen, zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Zum asiatischen Markt erklärte Goetzeler, der Umsatzanteil von Osram dort habe binnen fünf Jahren auf 16 von neun Prozent zugenommen. Im Jahr 2015 werde der Markt nach Osram-Schätzungen rund die Hälfte des gesamten Weltmarktes ausmachen. Daher wolle Osram mit der neuen Asien-Organisation näher am Kunden sein.

Von der Technik her gesehen hält Goetzeler das Geschäft mit komplexen Leuchtdioden-Produkten für den Zukunftsmarkt. Auch dafür gründete Osram eine eigene Sparte. LED-Systeme werden etwa als Rückleuchten in Autos eingesetzt. Osram hält bis 2010 auch den Einsatz von Leuchtdioden für die Frontscheinwerfer für möglich.

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