Erst zu Beginn dieses Jahres hat Konzernchef Löscher das Kerngeschäft neu organisiert. Seither gibt es drei sogenannte Sektoren: das Industriegeschäft, die Energiesparte und den Gesundheitsbereich. Zudem hat der gebürtige Österreicher den Vorstand komplett umgebaut.
Löscher reagierte damit auf den Korruptionsskandal, der dem Konzern seit mehr als einem Jahr zu schaffen macht. Im Zuge der Affäre sind voriges Jahr bereits Vorstandschef Klaus Kleinfeld und Heinrich von Pierer, der Chef des Aufsichtsrats, zurückgetreten.
Kommende Woche wird Löscher nicht nur die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen. Der Manager wird anlässlich der Hauptversammlung auch die neuen Renditevorgaben für den Energie- und Industriesektor in den nächsten zwei Jahren vorstellen. Darüber hinaus werden die Margenziele für die 15 Divisionen unterhalb der Sektoren genannt.
Die Anleger ließen sich gestern von Kaesers Aussagen allerdings nicht beeindrucken. In einem schwachen Umfeld gab der Aktienkurs mehr als ein Prozent nach auf rund 97,30 Euro. Zum Vergleich: Zu Löschers Amtsantritt im vergangenen Juli notierte das Papier noch bei rund 110 Euro.

