Siemens
hat zur Aufarbeitung der Korruptionsaffäre sein Amnestieprogramm für Mitarbeiter um einen Monat verlängert. Die interne Kronzeugenregelung, die ursprünglich am Donnerstag auslaufen sollte, gelte nun bis Ende Februar. Offenbar haben zahlreiche Mitarbeiter sie in den letzten Tagen genutzt.
HB MÜNCHEN. In den vergangenen Wochen habe es einen großen Zulauf von Mitarbeitern gegeben, die Informationen über Schmiergeldflüsse preisgeben wollten, teilte das Unternehmen in München mit.
Siemens
Vor allem in den letzten Januartagen haben sich offenbar zahlreiche Mitarbeiter noch ein Herz gefasst. Am 22. Januar hatte Siemens
noch von 33 Tippgebern gesprochen. "Wir freuen uns, dass so viele Mitarbeiter davon Gebrauch gemacht haben und somit die Aufklärung beschleunigen". erklärte Solmssen. Siemens
hatte die Aktion im vergangenen November begonnen, um möglichen Korruptionszahlungen an den öffentlichen Sektor besser auf die Spur zu kommen. Von der Amnestie ausgenommen sind ehemalige und aktive Vorstände.

