Silizium zieht wieder
Wacker Chemie setzt Prognose herauf

Nach Problemen mit der kriselnden Solarindustrie geht es für Wacker Chemie aufwärts: Silizium wird wieder verstärkt nachgefragt. Damit kann der Konzern zum Halbjahr auch den Aktionären eine kleine Freude bereiten.
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FrankfurtDer Spezialchemiekonzern Wacker profitiert von der kräftigen Nachfrage aus der Solarbranche und hebt seine Jahresprognose an. Wegen guter Geschäfte mit Polysilizium werde für 2014 nun ein Anstieg des operativen Gewinns (Ebitda) um mindestens ein Drittel erwartet, teilte Wacker Chemie am Dienstag mit. Zu dem Ergebnisanstieg sollen auch Sparmaßnahmen beitragen. Bislang war Wacker davon ausgegangen, den operativen Gewinn des Jahres 2013 von 678,7 Millionen Euro um mindestens zehn Prozent zu übertreffen.

An der Börse konnte das Münchener Unternehmen mit der Prognoseanhebung punkten: Die Aktie war mit einem Plus von bis zu 6,5 Prozent zeitweise größter Gewinner im Nebenwerteindex MDax.

Wacker habe mit Kunden aus der Solarindustrie seine Lieferverträge neu verhandelt und Anzahlungen sowie Schadenersatz einbehalten. Dadurch würden für das dritte Quartal Sondererträge erwartet, die den operativen Gewinn und das Betriebsergebnis (Ebit) um rund 90 Millionen Euro erhöhten. Das auf Silizium- und Silikonprodukte spezialisierte Unternehmen hatte deshalb bereits im Auftaktquartal von einem Sonderertrag von 114 Millionen Euro profitiert. Im Gesamtjahr 2014 soll dadurch der operative Gewinn um etwa 210 Millionen Euro aufgepolstert werden.

Schon seit einiger Zeit läuft es bei Wacker wieder besser. Dank einer stärkeren Auftragslage und einer spürbaren Belebung im Markt für Reinstsilizium für die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie war der Umsatz im ersten Quartal um acht Prozent auf 1,16 Milliarden Euro gestiegen. Der operative Gewinn (Ebitda) verdoppelte sich fast auf 285,2 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren hatte Wacker die Krise in der Solarbranche in seinen Geschäftszahlen zu spüren bekommen. Die Preise für Grundrohstoffe der Branche purzelten zeitweise in den Keller und zehrten an den Gewinnen des Traditionskonzerns. Der Bericht zum zweiten Quartal soll am 1. August veröffentlicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Was soll dieser Solar-Propaganda Artikel mit Wacher Chemie.
    Wacher hat seine Lieferverträge gegenüber den Solarfimen über das Gericht als Bestand erfolgreich verteitigt.
    Wacker kann somit die Rückstellung auf Verluste von schon geleisteten Anzahlung und Schadenersatzansprüchen auflösen. Damit wird ein Effekt in der Bilanz (Ertrag) erzielt. Dies lässt aber nicht auf ein anziehen der Siliziumnachfrage schließen. Alte Verträge wurden gerichtlich neu geregelt und neue Verträge sind nicht in Sicht.

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