Singapore Airlines wartet auf die ersten Flugzeuge
Airbus prüft A380-Limits

Ende März, Anfang April - oder noch später? Kaum ein Termin wird derzeit so heiß diskutiert wie der Erstflug des Airbus A380. Da sich das Interesse auf den spektakulären Jungfernflug konzentriert, bleiben viele technischen Herausforderungen des Programms im Hintergrund: Während noch der Prototyp fliegt, läuft bei Airbus die Fertigung der Serienflugzeuge.

HB HAMBURG/TOULOUSE. Mitte 2006 will Startkunde Singapore Airlines den Jet in Dienst stellen. „Wir haben mit den Flugtests und den Vibrationsversuchen weitere große Herausforderungen vor uns“, sagte Airbus-Manager Gérard Blanc am Rande der A380-Premiere im Januar in Toulouse. Hinter dem knappen Satz steht ein ehrgeiziges Programm: Stimmen technische Voraussetzungen und Wetterbedingungen, hebt der Vierstrahler in wenigen Wochen zum ersten Testflug ab.

Grobe Fehler zu verbergen ist für Airbus kaum möglich. Im Gegensatz zu Autoherstellern kann das Unternehmen sein neuestes Produkt nicht auf einer Teststrecke abseits der Öffentlichkeit ausprobieren. Auch wenn der Prototyp erfolgreich fliegt, können die Entwickler bei Airbus kaum durchatmen. Der Testflug von Prototypen hat mit dem Linieneinsatz so wenig zu tun wie Formel-Eins-Rennen mit dem Alltagseinsatz eines Autos. Deshalb ist die Versuchsphase in zwei Teile gegliedert: Einerseits prüfen Testpiloten die Limits des Flugzeuges und gehen bei Flugmanövern an Grenzen, die im Linienflug nicht erreicht werden.

Ergänzend dazu beginnen Flüge, bei denen der Vierstrahler mit Testpassagieren an Bord auf Reise geht. Dann stehen zum Beispiel so profane, aber unverzichtbare Dinge wie die Funktion der Toiletten auf dem Prüfstand. Parallel dazu muss Airbus sein globales Produktionsnetzwerk perfektionieren: Mittelfristig soll ein A380 pro Woche aus der Montagehalle rollen, schließlich warten 15 Fluggesellschaften weltweit auf ihre bislang bestellten A380-Jets. Mitte kommenden Jahres muss Airbus die Hausarbeiten gemacht haben. Dann will Singapore Airlines erste Passagiere in die Maschine einsteigen lassen. Zeit für Kompromisse und Verzögerungen ist dann nicht mehr: Nach Angaben der Fluggesellschaft soll der Jet auf der hoch frequentierten und heiß umkämpften Route zwischen Australien, Singapur und London starten.

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