Sinkende Zulassungen
VW schwächelt auf dem boomenden US-Markt

Der US-Automarkt boomt und deutsche Autobauer profitieren davon. Neben Chrysler, Ford und General Motors steigerten auch Porsche, Daimler und Audi ihre Verkaufszahlen in den USA. Nur VW hat die Überholspur verpasst.
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DetroitDer US-Automarkt knüpft an alte Boomzeiten an: Der August war für die Branche wohl der stärkste Monat seit Beginn der jüngsten Rezession vor fast sechs Jahren. Darauf deuten die am Mittwoch veröffentlichten Absatzzahlen großer Hersteller hin. Mit Ausnahme der Marke Volkswagen profitierten auch deutsche Hersteller von dem Verkaufsaufschwung. Er bestärkt Hoffnungen auf eine Belebung der US-Konjunktur. "Die Autoindustrie bleibt ein Lichtblick in der wirtschaftlichen Erholung", sagte Toyota -Manager Bill Fay.

Die Autobauer profitieren davon, dass viele Amerikaner ihre in die Jahre gekommenen Wagen gegen neue austauschen. Im Schnitt fahren sie ihre Pkw schon elf Jahre lang. Die Verbraucher hätten zuletzt günstige Finanzierungsangebote der Unternehmen genutzt, erläuterte Fords US-Vertriebschef Ken Czubay. Insgesamt dürfte der Branchenabsatz im vergangenen Monat nach Schätzungen mehrerer Konzerne so hoch ausgefallen sein wie letztmals im November 2007.

Als Verlierer im August erwies sich VW. Die Kernmarke von Europas größtem Autohersteller musste einen Absatzrückgang von 1,6 Prozent hinnehmen. Die US-Amerikaner nahmen nur 40 342 VW-Autos ab. Seit Jahresbeginn steht für VW in den USA nun ein Absatzrückgang von 1,3 Prozent zu Buche.

Die Töchter Audi und Porsche erzielten dagegen deutliche Zuwächse: Audi meldete ein sattes Plus von 21,5 Prozent auf gut 14 000 ausgelieferte Autos. Die Sportwagentochter Porsche lieferte 3300 Wagen aus - rund 10 Prozent mehr als im August 2012.

Die Daimler-Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart kamen in den USA im August zusammen mit den Sprinter-Lieferwagen auf gut 27 100 verkaufte Exemplare, fast 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. BMW glänzte mit einem Zuwachs von 35 Prozent auf mehr als 30 500 Wagen, wozu mehr die Kernmarke BMW als die Kleinwagen-Tochter Mini beitrug.

Platzhirsch bleibt die Opel-Mutter General Motors (GM), der die Kunden 14,7 Prozent mehr Autos abnahmen. Für GM war es der beste Monat seit September 2008, bevor sich die Finanzkrise mit der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers weltweit verschärft hatte. Der Ford-Konzern kam auf ein Plus von 12,2 Prozent, war mit seinen Verkäufen aber wie bereits im Juli nur die Nummer drei auf dem Heimatmarkt. An zweiter Stelle rangiert weiter das japanische Unternehmen Toyota, das einen Anstieg von 22,8 Prozent erzielte. Insgesamt kam der weltgrößte Autobauer in den USA auf gut 231 500 verkaufte Wagen. Auch für Honda und Nissan ging es um zweistellige Prozentsätze nach oben. Chrysler kam auf zwölf Prozent, Nissan auf 22 Prozent. Chrysler sprach vom besten August seit 2007.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sinkende Zulassungen: VW schwächelt auf dem boomenden US-Markt"

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  • boomender US-Markt??

  • Wenn man die Wirtschaftsberichte in den Zeitungen über die Absätze der deutschen Autobauer ließt, denkt man, das sind die größten.
    Jetzt erkenne ich, das die nur Peanuts sind im Vergleich zu den Absatzzahlen der Konkurrenz.

  • Hier sind die absoluten Zahlen wichtig. Wenn Audi um 21,5 % den Absatz steigern konnte, bei 10.000 verkauften Autos, ist dies nichts besonderes. Jedoch wenn GM den Absatz um 14,7% steigern konnte, bei 2,60 Mio. verkaufen Autos, ist es Weltklasse....

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