Skandal um unterlassene Rückrufe belastet weiter
Mitsubishi Motors kündigt neue Kapitalerhöhung an

Der angeschlagene japanische Autokonzern Mitsubishi Motors (MMC) hat eine zusätzliche Kapitalerhöhung im Volumen von zehn Milliarden Yen (gut 72 Millionen Euro) angekündigt.

HB TOKIO. Zu diesem Zweck werde das Unternehmen 10 200 neue Vorzugsaktien an Mitsubishi Trust and Banking, einer Firma der Mitsubishi-Gruppe, herausgeben, teilte der Verluste schreibende Autobauer am Donnerstag mit. Erst im vergangenen Monat hatte der Konzern zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit einen Sanierungsplan im Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro aufgelegt, nachdem die Verluste weiter angewachsen waren. Die Finanzhilfen stammen überwiegend von Firmen der Mitsubishi-Gruppe. Der deutsch-amerikanische Autobauer DaimlerChrysler hatte eine Beteiligung an den Kapitalmaßnahmen ausgeschlossen, wodurch sich sein Anteil an MMC auf 13 Prozent verwässert hat.

Dem japanischen Unternehmen war es im vergangenen Jahr nicht gelungen, den rapiden Abwärtstrend der Verkaufszahlen zu stoppen. In Japan leidet MMC unter den Folgen eines Skandals um unterlassene Rückrufe. In den USA brach der Absatz ein, nachdem der Autobauer die Vergabe günstiger Kredite zur Autofinanzierung stoppte, die dem Unternehmen Verluste bescherten.

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