Skeptischer Ausblick
Bilfinger Berger sieht Tiefpunkt der Baukrise erst 2006 erreicht

Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger schätzt die Lage der eigenen Branche äußerst skeptisch ein. Vorstandschef Herbert Bodner sagte dem Handelsblatt (Freitagausgabe), dass er auch für den Fall eines Regierungswechsels skeptisch bleibt und erst 2006 mit dem Erreichen des Tiefpunkts rechnet.

DÜSSSELDORF. Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger schätzt die Lage der eigenen Branche äußerst skeptisch ein. Vorstandschef Herbert Bodner sagte dem Handelsblatt , er rechne in Deutschland 2005 noch nicht mit einer Wende zum Besseren. Die seit Jahren anhaltende Talfahrt der Branche werde weiter gehen, der Preisdruck habe nicht nachgelassen. Im Gegenteil, er habe sich angesichts des rückläufigen Auftragseingangs sogar erhöht. Die Insolvenz-Welle sei ungebrochen und der Kapazitätsabbau in vollem Gange. Auch für den Fall eines Regierungswechsels bleibt Bodner skeptisch, er rechne erst 2006 mit dem Erreichen des Tiefpunkts.

Bodner hält es für falsch, in Deutschland hohe Kapazitäten aufzubauen, wie es der Konkurrent Strabag mit der Übernahme großer Teile der insolventen Walter Bau gemacht hat. Bilfinger werde sich in der Leistung beschränken und streng auf gute Ergebnisse achten: „Wir wollen nicht die Nummer eins werden, sondern in Deutschland Geld verdienen.“ Ausgebaut wird daher das Dienstleistungsgeschäft. Angesichts verstärkter öffentlicher Investitionen in den Straßenbau soll zusätzlich der Verkehrswegebau aufgestockt werden. Übernahmen im Straßenbau schließt Bodner nicht aus, nachdem sein Unternehmen der Strabag die Walter Bau-Tochter Heilit überlassen musste.

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