Skoda
Volkswagens Speerspitze gegen Hyundai

Beim Kampf um den Autothron betrachtet VW den Hyundai-Konzern und dessen Tochtermarke Kia als härtesten Rivalen. VWs Speerspitze gegen die Koreaner ist Skoda mit Chef Winfried Vahland - ein Mann mit ehrgeizigen Zielen.
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Frankfurt Die Aufgabe von Skoda ist am Konzernabend am Montag sehr deutlich geworden. Dort wurde die tschechische VW-Tochter mit drei Worten angekündigt: „Mission: New Markets.“ Die Marke soll neue Märkte erobern, sprich die Schwellenländer.

Bei einem Gesamtabsatz von 760.000 Autos hat Skoda im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Wagen in China verkauft. Im August stieg der Anteil sogar auf fast ein Drittel. Ins Reich der Mitte hat der heutige Skoda-Chef Winfried Vahland die Marke gebracht, er führte die Lizenzverhandlungen für das Modell Fabia. Die Tradition des drittältesten Autobauers der Welt reicht in China aber noch weiter zurück: In Schanghai oder Peking findet sich heute noch der eine oder andere alte Skoda.

Vahland war zwischenzeitlich China-Chef von Volkswagen. Das prädestinierte ihn für die neue Aufgabe als Chef von Skoda. Als er den Posten antrat, hatte der Skoda Superb gerade in Autotests so gut abgeschnitten – besser als der VW Passat – dass das in der Wolfsburger Konzernzentrale für Ärger sorgte. Chef Martin Winterkorn kündigte an, Skoda an eine kürzere Leine zu nehmen: „Wir können uns nicht selbst schwächen.“

Es sah also ganz danach aus, als ob der ehrgeizige Vahland künftig die Billigheimer-Fraktion im VW-Konzern führen sollte. Doch der gibt sich im Interview mit Handelsblatt Online auf der IAA auf Winterkorns Äußerungen von damals angesprochen ganz entspannt: „Ich sehe das eher als Aufmunterung, unseren eigenen Weg zu finden. Die Marke ist jugendlicher und dynamischer geworden. Skoda ist nicht der billige Volkswagen.“ Da Winterkorn Aufsichtsratschef bei Skoda ist, passiere alles bei Skoda in seinem Sinne.

Der VW-Chef dürfte sich wohl auch darüber freuen, dass Vahland mit Blick auf Volkswagens Ziel, bis 2018 der weltgrößte Autobauer zu werden, sagt: „Unter normalen Umständen erreichen wir das Absatzziel von 1,5 Millionen Autos schon vor dem Jahr 2018.“ Das wäre im Vergleich zu 2010 eine Verdoppelung.

 

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  • Lieber Autor/Redakteur: Die schechische Marke heißt nicht Skoda, sondern Škoda, was, bitte, nicht S-koda, sondern Schkoda gesprochen wird, halten zu Gnaden.
    Übrigens: Auf einer Windows-Tastatur schreibt man das Š, indem man bei gedrückter ALT-Taste (das sollte in Düsseldorf leicht fallen) auf dem Ziffernblock nacheinander 0138 eingibt. Mit ALT plus 137 können Sie dann auch noch den Volkswagen Übervater mit seinem korrekten ë schreiben: Ferdinand "Burli" Piëch ...

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