Slowenische Firma macht den etablierten Anbietern erfolgreich Konkurrenz
Skihersteller Elan verabschiedet sich vom Billig-Image

Mit fairen Preisen, vielen Produktinnovationen und einem frischen Markenauftritt strebt Elan unter die Top fünf der weltgrößten Skihersteller.

MÜNCHEN. „In den vergangenen Jahren haben wir uns deutlich besser entwickelt als der Markt, das wollen wir fortsetzen“, sagt Roland Wagner, Deutschland-Chef des slowenischen Unternehmens. Derzeit liegt Elan auf dem Weltmarkt auf Rang 7.

Im stagnierenden Skimarkt haben die Slowenen in den vergangenen Jahren für viel Wirbel gesorgt. Seit 2001 hat die Firma ihren Wintersport-Umsatz von 56 auf derzeit 68 Mill. Euro gesteigert. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten erzielte Elan über die Jahre hinweg immer Gewinne.

Der Erfolg ist nicht selbstverständlich. Über Jahrzehnte war Elan in den Augen vieler Händler in Westeuropa ein wenig attraktiver Billiganbieter. Lediglich der schwedische Skistar Ingemar Stenmark, der auf den Brettern von Elan große Erfolge feierte, sorgte in den 70er und 80er Jahren für positive Schlagzeilen.

Zuletzt ging es für Elan aber steil bergauf. „Elan hat ihre Komplexe abgelegt und ist jetzt eine Firma, die stolz auf ihre Produkte und Herkunft ist“, sagt Klaus-Dieter Koch, ein Berater, der den Wiederaufbau der Marke in den vergangenen Jahren begleitet hat. Rein äußerlich unterscheiden sich die Bretter von Elan ohnehin längst nicht mehr von der Konkurrenz – sie sind vom Design genauso poppig und technologisch vorne mit dabei.

Auf den ersten Blick sind die Elan-Ski heute noch immer günstiger als die der meisten Wettbewerber. „Der Eindruck täuscht“, sagt aber Deutschland-Chef Wagner. „Viele Konkurrenten starten mit sehr hohen Preisen in die Saison, die dann aber schnell gesenkt werden. Wir dagegen haben immer ehrliche Preise, die auch bezahlt werden.“ Ein Blick in den Handel gibt Wagner Recht: Skier der Marktführer Atomic und Rossignol, die zu Saisonbeginn im November noch über 600 Euro kosten, werden in der Regel nach Weihnachten bereits für 500 Euro angeboten.

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