Daimler-Finanzchef Uebber hatte kürzlich im Handelsblatt-Interview betont, dass die 2006 beschlossene Einstellung des Smart-Viersitzers Forfour die richtige Entscheidung gewesen sei. Smart werde dieses Jahr erstmals Gewinn machen. Das Ergebnis der Marke wird allerdings nicht separat ausgewiesen, sondern lediglich ein operatives Ergebnis für die gesamte Mercedes-Gruppe, zu der neben Smart und Mercedes auch die Luxuskarosse Maybach gehört. Auch der Maybach gilt im Konzern auf Vollkostenbasis gerechnet seit seinem Start als Verlustbringer.
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Die Hoffnungen des Managements ruhen jetzt auf dem neuen Modell des Smart-Zweisitzers, das seit diesem Frühjahr auf dem Markt ist. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen liegt die Gewinnschwelle des neuen Fortwo rund 30 Prozent unter der seines Vorgängers. Die Bankexperten von Lehman Brothers erwarten, dass Daimler mit dem Smart-Zweisitzer ab 2008 einen Jahresgewinn von 50 bis 100 Mill. Euro erzielen kann. Zusätzlich plant Daimler, den Smart auf den US-Markt zu bringen.
Späte Notbremsung
Hohe Verluste: Der Blick in die Geschäftsberichte der Kleinstwagen-Tochter Smart macht deutlich, dass sich Daimler-Chrysler mit dem City-Floh, der 1998 auf den Markt gekommen ist, ein Milliardengrab geschaufelt hat. Investmentbanker gehen davon aus, dass der Stuttgarter Autohersteller mit dem Smart insgesamt bis zu acht Mrd. Euro verbrannt hat, da die Anlaufkosten in den vorliegenden Geschäftsberichten nicht berücksichtigt sind.
Modellbereinigung: Gleichzeitig werfen die Geschäftsberichte kein gutes Licht auf die Leistung des Ex-Smart-Chefs und heutigen Chefs der Daimler-Nutzfahrzeugsparte Andreas Renschler. Erst der damalige Mercedes-Chef Eckhard Cordes hatte 2005 bei Smart eine Notbremsung eingeleitet und im Rahmen eines harten Restrukturierungsprogramms den Smart Roadster sowie einen geplanten Geländewagen aus der Produktpalette genommen. Der neue Daimler-Chef Dieter Zetsche legte dann Ende März 2006 nach und kippte auch noch die Produktion des Viersitzers Forfour aus dem Programm. Damit will er sicherstellen, dass Smart 2007 schwarze Zahlen schreibt.
Hoffnung USA: Im Frühjahr 2008 soll der Smart in den USA starten. Dafür liegen nach jüngsten Angaben von Daimler bereits 20 000 Vorbestellungen vor. Der Sprung auf den US-Markt ist im Sanierungsplan noch nicht berücksichtigt. Ein Erfolg in den USA könnte Smart weitere Impulse geben, weil ein höherer Absatz die Produktionskosten pro Auto weiter senkt.

