Smart steht auf der Abschussliste
Hedge-Fonds haben Daimler im Visier

An Daimler-Chrysler beteiligte Hedge-Fonds wollen die künftige Führung des Autobauers einem Zeitungsbericht zufolge rasch dazu drängen, Smart aufzugeben.

HB FRANKFURT. Die Fonds wollten den künftigen Konzernchef Dieter Zetsche in der Frage der verlustreichen Kleinwagensparte in die Zange nehmen, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am Dienstag nicht näher genannte Finanzkreise: „Sie werden bald darauf dringen, Smart zuzumachen.“

Investmentbankern zufolge hielten Hedge-Fonds inzwischen 20 Prozent der Aktien von Daimler-Chrysler. Im Mai hatte Finanzvorstand Bodo Uebber den Anteil von Hedge-Fonds mit 10 bis 15 Prozent beziffert.

Die Fonds spekulierten darauf, dass Zetsche die operative Sanierung gelinge, berichtete die FAZ. Wenn nicht binnen einiger Monate Fortschritte erkennbar seien, würden die Finanzinvestoren massiv Druck ausüben, sagte ein Bankmanager dem Blatt zufolge.

Nach dem Ende Juli angekündigten Rücktritt von Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp hätten Hedge-Fonds zwei Drittel der von der Deutschen Bank noch am selben Tag verkauften 35 Millionen Daimler-Chrysler-Aktien erworben, zitierte das Blatt Investmentbanker. Die Bank hatte die steigenden Kurse umgehend zu einem teilweisen Ausstieg genutzt.

Bankenkreise gehen dem Blatt zufolge davon aus, dass nach Schrempps Rücktritt auch der Druck auf Aufsichtsratschef Hilmar Kopper zunehmen wird. „Ich glaube nicht, dass Herr Kopper die nächste Hauptversammlung überstehen wird“, hieß es.

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