Smoothies
Gemixte Früchte fürs gute Gewissen

Drinks aus Saft und püriertem Obst werden in Deutschland immer beliebter. Die Verbraucher konsumieren die sogenannten Smoothies fürs gute Gesundheitsgewissen. Wie gesund die Fruchtcocktails wirklich sind, ist umstritten.
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Sich gesund ernähren, das wollen viele. Und weil die Menschen bequem sind, boomen seit einiger Zeit auch in Deutschland die sogenannten Smoothies - püriertes Obst mit Saft gemischt. „Wir verkaufen an Leute, die keine Zeit haben, sich das Obst selbst zu mixen“, sagt Franz Bruckner, Deutschland-Chef und europäischer Vertriebsleiter beim Marktführer Innocent.

Das britische Unternehmen, das seit drei Jahren zu Coca-Cola gehört, hat in Deutschland ehrgeizige Wachstumspläne. Ob der Smoothie-Boom seinen Höhepunkt in Deutschland bereits überschritten hat, ist umstritten. Der Markt für gekühlte Getränke habe 2008 seinen Höhepunkt gehabt, sagt Sebastian Schaeffer, Marketing-Geschäftsführer bei Schwartau.

„Inzwischen ist der Markt in einer Sättigungsphase angelangt.“ Für das laufende Jahr erwarte er eine insgesamt stabile Entwicklung. Versucht haben sich in Deutschland in den vergangenen Jahren viele Getränkehersteller an dem neuen Produkt. Einige haben sich die Finger verbrannt. Die Herstellung ist nicht einfach, im Segment musste jeder erst einmal seine Position finden.

Inzwischen aber hat sich das Feld sortiert. Laut einer Nielsen-Studie wuchs der Markt - der 2006 noch völlig brachlag - im vergangenen Jahr um wieder 15 Prozent auf 45 Millionen Euro. In den nächsten fünf Jahren könnte er sich laut Bruckner auf 100 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Marktführer in Deutschland ist laut Nielsen im Lebensmitteleinzelhandel mit einem Anteil von 28 Prozent Innocent.

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„Wir schauen der Frucht ins Auge“

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