Social-Media-Barometer
Conti gibt sich Gummi

Autozulieferer Continental stellt sich breiter auf und schluckt den Kautschuk- und Kunststoffhersteller Veyance. Die Kartellbehörden haben den Deal nun abgesegnet – und das wird zum Gesprächsthema in den Sozialen Medien.
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DüsseldorfWenn über den Reifenhersteller und Autozulieferer Continental gesprochen wird, ist das Thema „Übernahme“ meist nicht weit. Nach den Turbulenzen rund um die Schaeffler-Fusion wagte sich der Dax-Konzern erst im vergangenen Jahr wieder an einen großen Zukauf. Als Ziel wurde der US-amerikanische Kautschuk- und Kunststoffhersteller Veyance auserkoren.

Doch der Übernahmeprozess zog sich. Dessen Ende ist nun der Grund, dass Continental in Sozialen Netzwerken verstärkt Erwähnung findet, wie das Handelsblatt Social-Media-Barometer zeigt. Die Aktivität stieg laut Analyse des Marktforschers Sentifi in den vergangenen 24 Stunden um bis zu 16 Prozent. Vor allem bei Twitter wurde Conti diskutiert, nachdem die Konzernsparte Conti-Tech den „bedeutendsten Zukauf der jüngeren Firmengeschichte“ selbst beim Kurznachrichtendienst teilte.

Bereits am vergangenen Freitag gaben die brasilianischen Kartellbehörden als letzte Instanz den 1,4 Milliarden Euro schweren Deal unter Auflagen frei. Veyance muss demnach nicht nur einen Käufer für seine Luftfedersparte in Nordamerika finden, das brasilianischen Geschäft mit Stahlseilfördergurten für den Bergbau muss ebenfalls veräußert werden.

Spannend ist der Deal für Continental vor allem deswegen, weil so der Geschäftsanteil außerhalb des Automobilmarkts im eigenen Portfolio auf rund ein Drittel steigt. Erklärtes Ziel ist hier die Marke von 40 Prozent. Veyance wird in die Konzernsparte Conti-Tech integriert. Und auch etwas Lokalkolorit findet sich im Sentifi-Barometer: Die Hessische Niedersächsische Allgemeine weißt darauf hin, dass das Conti-Werk in Northeim damit künftig zur Transportband-Weltzentrale wird.

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