Solar-Maschinenbauer
Roth & Rau steckt in den roten Zahlen

Das erste Halbjahr war für den Maschinenbauer mehr als durchwachsen - es hagelte Verluste. Eine belastbare Jahresprognose abzugeben wagt man sich bei Roth & Rau wegen der großen Unsicherheiten nicht.
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DüsseldorfProjektverzögerungen und Abschreibungen haben dem für die Solarindustrie produzierenden Maschinenbauer Roth & Rau Verluste eingebrockt. Im ersten Halbjahr verbuchte die inzwischen mehrheitlich zur Schweizer Meyer Burger gehörende Firma operativ ein Minus (Ebit) von 24,4 Millionen Euro nach einem Gewinn von 6,1 Millionen vor Jahresfrist, wie Roth & Rau am Dienstag mitteilte.

Der Vorstand bezifferte die Sondereffekte, die sich auch aus einer Bilanzumstellung ergaben, mit 12,6 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte auf 92,8 (Vorjahr: 118,8) Millionen Euro, der Auftragsbestand auf 244,3 (351,1) Millionen.

Eine Jahresprognose wagte Firmenchef Dietmar Roth nicht. Technische Probleme bei einer Anlage zur Beschichtung von Solarzellen hätten zwar beseitigt werden können, so dass die verzögerten Projekte in Kürze abgenommen werden könnten. Eine belastbare Prognose könne er aber wegen erheblicher Unsicherheiten über die weitere Marktentwicklung derzeit noch nicht treffen.

Roth hatte bereits im Juli seine Jahresziele wegen der schwachen Nachfrage kassiert. Ursprünglich hatte er einen Umsatz von 300 bis 325 (285) Millionen Euro angepeilt und eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von vier bis sieben Prozent.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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