Solarbranche
Intersolar startet mit viel Schatten

Die Wirtschaftskrise hat auch bei der zuletzt boomenden Solarindustrie Bremsspuren hinterlassen. Zur Eröffnung der Fachmesse Intersolar gab sich die Branche äußerst vorsichtig. Auch wenn die Unternehmen darben: Die Messe wächst und gedeiht.

HB MÜNCHEN. Nach rasantem Wachstum in den Vorjahren rechnet die Branche für 2009 nur mit einem leichten Umsatzplus, wie der Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar), Carsten Körnig, zur Eröffnung der Intersolar in München sagte. „Wir stehen aber vergleichsweise stabil da.“

Für die nächsten Monate sei mit einer spürbaren Marktbelebung zu rechnen. Der Umsatz mit Solarstromanlagen war im Jahr 2008 noch um mehr als 20 Prozent auf sieben Mrd. Euro gestiegen, bei Solarwärme hatte sich der Endkundenumsatz auf 1,7 Mrd. Euro verdoppelt.

Nach einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens EuPD Research blickten Photovoltaik-Unternehmen nach düsteren Geschäftserwartungen Ende 2008 im ersten Quartal dieses Jahres aber wieder deutlich zuversichtlicher in die Zukunft.

Die Intersolar präsentiert sich in diesem Jahr größer denn je. Die Zahl der Aussteller stieg im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent auf mehr als 1400. Jeder zweite davon kommt aus dem Ausland - allein 200 Aussteller stammen aus China. Die Intersolar gilt als weltweit wichtigste Messe für Produkte aus den Bereichen Photovoltaik und Solarthermie.

„Bei Großanlagen sind wir etwas rückläufig“, sagte der BSW-Solar-Vorsitzende Georg Salvamoser. Grund dafür seien Probleme bei der Finanzierung. Dennoch entwickele sich die Solarbranche weiterhin gut. So sei die Nachfrage bei kleinen und mittelgroßen Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen stabil. Dazu hätten insbesondere Privatleute und Landwirte beigetragen. Im Bereich Solarstrom entfallen auf diesen Kundenkreis dem BSW-Solar zufolge zwei Drittel des deutschen Markts. Eine hohe Renditeerwartung dank staatlicher Förderung sei der wichtigste Grund für eine Investition in Solarenergie.

Die Veranstalter der Intersolar erwarten für das nächste Jahr einen erneuten Zuwachs an Ausstellern. Dieser werde aber wohl nicht mehr so stark ausfallen wie diesmal, sagte Markus Elsässer, Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH, die die Intersolar gemeinsam mit der Freiburger Messegesellschaft ausrichtet. Die Fachmesse war 2008 von Freiburg auf das größere Messegelände nach München gezogen. In diesem Jahr rechnen die Veranstalter mit 60 000 Besuchern, voriges Jahr kamen gut 50 000.

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