Solarbranche
Phoenix Solar bekommt Subventionskürzungen zu spüren

Beim Solarunternehmen Phönix Solar ist der Gewinn eingebrochen. Allerdings konnten florierende Auslandsgeschäfte diesen Rückgang etwas abfedern. Firmenchef Andreas Hänel ist fürs Jahresende allerdings nur verhalten optimistisch.
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HB DÜSSELDORF. Die gekürzte Solarförderung in Deutschland hinterlässt Spuren in der Bilanz von Phoenix Solar. Nach deutlichen Zuwächsen im ersten Halbjahr habe die Nachfrage nach der Subventionskürzung im Juli deutlich nachgelassen, teilte die Solartechnikfirma am Mittwoch mit.

Dafür brummte im dritten Quartal das Auslandsgeschäft. Somit lagen Umsatz und Gewinn am Ende noch etwas über den Werten des schwachen Vorjahresquartals. Firmenchef Andreas Hänel zeigte sich für das Jahresabschlussgeschäft nur verhalten optimistisch. Es werde gut, aber die Spitzenwerte des zweiten Quartals würden sicher nicht erreicht, sagte er im Reuters-Interview. Zudem seien die Preise bereits wieder unter Druck.

Im dritten Quartal stiegen die Erlöse von Phoenix Solar um 6,2 Prozent auf 95,3 Millionen Euro, 52,8 (Vorjahr: 6,8) Millionen Euro steuerte dazu das Auslandsgeschäft bei. Der operative Gewinn (Ebit) erreichte 4,3 (Vorjahr: 3,0) Millionen Euro. Netto blieben 2,3 (1,0) Millionen Euro.

Die Jahresprognose bekräftigte Hänel im Zwischenbericht. Demnach will Phoenix Solar den Umsatz auf 660 bis 700 (Vorjahr: 473) Millionen Euro steigern. Bei 460 Millionen Euro nach neun Monaten müsste Phoenix damit im Abschlussquartal noch mindestes 200 Millionen erlösen. Das Ebit, das nach neun Monaten 31,2 Millionen Euro betrugt, soll 2010 auf 36 bis 40 (12,2) Millionen Euro klettern.

Im Frühjahr waren die Solarfirmen wegen der ab Juli geltenden zusätzlichen Förderkürzungen von den Kunden überrannt worden. Phoenix Solar plant, baut und betreibt Photovoltaik-Großkraftwerke und arbeitet als Fachgroßhändler für Solarstrom-Komplettanlagen, Module und Zubehör.

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