Solarbranche: Phoenix Solar sieht Licht am Ende des Tunnels

Solarbranche
Phoenix Solar sieht Licht am Ende des Tunnels

Phoenix Solar spart sich gesund: Für 2014 stellt der Vorstandschef sogar einen operativen Gewinn in Aussicht. Vorerst leidet der Solar-Kraftwerksentwickler aber noch unter Umsatzrückgängen von mehr als 60 Prozent.
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DüsseldorfDer defizitäre Solar-Kraftwerksentwickler Phoenix Solar hofft, nach Personalabbau und Umstrukturierungen das Schlimmste hinter sich zu haben. Der Vorstand kündigte am Donnerstag für das laufende Jahr einen Anstieg der Erlöse auf 160 bis 190 Millionen Euro sowie eine Verringerung des operativen Verlustes (Ebit) auf zwei bis sieben Millionen Euro an. 2014 soll dann bei weiteren Erlössteigerungen um fünf bis neun Prozent ein operativer Gewinn erzielt werden.

„Mit der strategischen Neuausrichtung haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um Phoenix Solar wieder zu profitablem Wachstum zu führen“, erklärte Vorstandschef Bernd Köhler, der jüngst Andreas Hänel im Amt ablöste. Dieser Weg werde von den Banken unterstützt, die die Finanzierung „mit nur geringen Anpassungen“ vorzeitig um ein weiteres Jahr bis März 2015 verlängert hätten.

Phoenix trennt sich derzeit von verlustbringenden Bereichen. Ein Schwerpunkt soll künftig auf den wachstumsstarken Regionen in Asien und den USA liegen. Dagegen wurden die Kapazitäten in Spanien und Italien auf ein Minimum zurückgefahren. Das aus Deutschland heraus betriebene Geschäft im Handels- und Projektbereich wird in seiner bisherigen Form eingestellt. Die Tochtergesellschaft in Oman solle geschlossen werden.

Die Veränderungen führten im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zu außerordentlichen Aufwendungen von rund acht Millionen Euro, wie Phoenix Solar mitteilte. Das Unternehmen verbuchte einen operativen Verlust von knapp 32 (Vorjahr: minus 84,7) Millionen Euro und einen Nettoverlust von 37,6 (minus 86,4) Millionen. Der Umsatz sackte wegen des Preisverfalls um über 60 Prozent auf 155,4 Millionen Euro ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Naja, anders ausgedrückt wurden aber auch weitere viele Pleiten nicht genannt. Erst recht werden nicht die Ursachen genannt. Die DE-Solarindustrie ist i.W. Opfer des eigenen Größenwahns geworden. (siehe Aspeks "Opel-Übernahme") Wer nicht die Produkte und Produktion mit Innovationen am Rennen hält, ist sehr schnell aus demsölben. S.A.G. mag sicher eine Ausnahme sein.
    2. Leider wurde auch die DE-Solarindustrie Opfer einer perfiden politischen Schlammschlacht gegen Rot-Grün, die in der Rasenmäher-Kürzung der Förderung gipfelte. So kam es, dass 2012 die Nutzung geeigneter Dächer nahezu völlig zusammenbrach, dagegen weiterhin wertvolles Ackerland für Freiflächenanlagen "mißbraucht" wurde.

  • Liebe Handelsblatt Redakteure. Wäre in Ihrer Redaktion imstande mir zu erklären warum fast jeden über irgendeine Pleite- oder hoch difizitäre Solarfirma berichtet wird, aber wenn Deutsvhlands bester und rentabelster Solarkonzern einen Umsatz von 200 Mio meldet mit über 8 Mio Ebit und einem Finanzergebnis nach Steurn von 1,1 Mio €, Sie noch nicht mal eine Zeile darüber schreiben. Der beste Solarkonzern, die S.A.G. Solarstrom AG wird von euch einfach totgeschwiegen.
    Gehe ich recht in der Annahme, dass dies momentan einfach nicht in das Gesamtbild der Pleiteindustrie passt.
    Eine Antwort würde mich freuen.
    mfg

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