Solarbranche
Pleite von Joint Venture reißt Centrosolar mit

Die Pleite der Gemeinschaftsfirma Itarion hat den Solarmodulhersteller Centrosolar im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen gerissen. Aus der Insolvenz des einst mit der zusammengebrochenen Qimonda aufgebauten Solarzellenherstellers in Portugal habe das Münchener Unternehmen 26,5 Mio. Euro an Rückzugskosten verbucht, teilte Centrosolar am Dienstag mit.

HB MÜNCHEN. Unter dem Strich habe der Verlust in den ersten sechs Monaten 37,1 Mio. Euro betragen, im Vorjahreszeitraum hatte die Firma noch einen Gewinn von 2,7 Mio. Euro erwirtschaftet.

Zusätzlich belastet worden sei das Ergebnis durch Abschreibungen auf alte Lagerbestände und Kosten für die Schließung des niederländischen Werks in Doesburg, das Centrosolar nach der Pleite eines Großkunden dichtmacht. Das Unternehmen hat weiterhin mit der Flaute auf dem Solarmarkt zu kämpfen. Der Umsatz sei auch bedingt durch den Preisverfall im ersten Halbjahr um ein Fünftel auf 122,2 Mio. Euro geschrumpft.

Centrosolar hatte nach dem Kollaps des Speicherchipherstellers Qimonda zunächst eine portugiesische Investorengruppe gefunden, die den Anteil von 51 Prozent des Partners übernehmen wollte. In der vergangenen Woche war die Übereinkunft schließlich doch noch geplatzt und Itarion meldete Insolvenz an.

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