Solarbranche
Q-Cells nimmt seine Jahresprognose zurück

Die Rohstoffpreise für Silber und Wafer nennt das Solarunternehmen Q-Cells als nur einen der Gründe, warum seine Geschäftsentwicklung derzeit in den Sternen steht. Aber konkrete Pläne nennt es nicht.
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Bitterfeld-WolfenDas Solarunternehmen Q-Cells hat seine Jahresprognose wegen „der bestehenden hohen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung von Einkaufs- und Verkaufspreisen“ kassiert. Aussagen über das operative Ergebnis im laufenden Jahr könnten derzeit nicht gemacht werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bitterfeld-Wolfen mit.

Bisher war das Unternehmen offiziell von einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) „in etwa auf Höhe des Vorjahres“ (2010: 82,3 Millionen Euro) ausgegangen. Wenn die Marktnachfrage im zweiten Halbjahr 2011 anziehe, die Verkaufspreise sich stabilisierten, die Preise für Wafer und Silber nachgäben sowie die geplanten Projekte im Systemgeschäft realisiert werden könnten, sei von einem positiven operativen Ergebnis für das Gesamtjahr auszugehen, hieß es in der Mitteilung.

Beim Umsatzausblick äußerte sich Q-Cells nur wenig konkreter: „Das Ziel des Unternehmens, einen Umsatz in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus zu erreichen, steht unter der Voraussetzung einer stärkeren Marktnachfrage im zweiten Halbjahr 2011 und einer entsprechenden Auslastung der Produktionskapazitäten.“ 2010 hatte Q-Cells einen Rekordumsatz von 1,35 Milliarden Euro erzielt.

Im ersten Quartal verlief die Entwicklung überwiegend enttäuschend. Aufgrund der „schwachen Marktnachfrage“ brach der Umsatz um rund 46 Prozent zum entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 125,1 Millionen Euro ein. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten hingegen nur mit einem Rückgang auf 155 Millionen Euro gerechnet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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