Solarbranche
Q-Cells rutscht in die roten Zahlen

Der weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells ist im ersten Quartal wegen einer Abschreibung in dreistelliger Millionenhöhe tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 391,9 Mio. Euro, wie die TecDax-Gesellschaft in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt) mitteilte.

HB BITTERFELD-WOLFEN. Auf die vor einer Woche veräußerte Beteiligung am norwegischen Solarsiliziumhersteller Renewable Energy Corporation (REC) schrieb Q-Cells 387 Mio. Euro ab. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch einen Überschuss von 54,4 Mio. Euro erwirtschaftet.

Im operativen Geschäft hielt sich Q-Cells trotz des rapiden Preisverfalls und des durch die Wirtschaftskrise ausgelösten Nachfrageeinbruchs aber überraschend in den schwarzen Zahlen. Beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) stand ein Gewinn von 14,7 Mio.Euro. Das war deutlich besser als von Analysten erwartet. In den ersten drei Monaten 2008 hatte Unternehmen noch ein positives Ebit von 58,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Umsatz sank von 269,7 auf 224,8 Mio. Euro. Erwartet wurden lediglich 189,14 Mio. Euro.

Die meisten Analysten hatten mit der Wertberichtigung auf die Beteiligung am Solarsiliziumhersteller REC gerechnet. Q-Cells hatte sich in der vergangenen Woche von seinem 17,2-prozentigen Anteil komplett getrennt. Die Platzierung der rund 85 Mio. REC-Aktien an der Börse spülte rund 530 Mio. Euro in die klammen Kassen von Q-Cells - der Preis lag aber deutlich unter dem Einstiegskurs vom Februar 2007 und unter dem bisherigen Buchwert.

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