Solarbranche
Solarworld bestätigt trotz Preisverfall Prognose

"Sonne schöne Stadt" wirbt Lukas Podolski für das Photovoltaik-Unternehmen Solarworld. Für dessen Transfer von Bayern München zum 1.FC Köln soll Solarworld rund zwei Millionen Euro gezahlt haben. Von der Branchenkrise ist Solarworld nur wenig betroffen, mit seinen vorläufigen Zahlen hat das Unternehmen die Progrnosen der Analysten übertroffen.

DÜSSELDORF. Das Bonner Photovoltaik-Unternehmen Solarworld ist im Gegensatz zu vielen Konkurrenten von der Branchenkrise nur wenig betroffen. Mit seinen vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal hat Solarworld die Prognosen der Analysten übertroffen. Der Aktienkurs reagierte mit einem kräftigen Anstieg.

Der Konzern steigerte den Umsatz im zweiten Quartal nach den vorläufigen Zahlen auf 225 Mio. Euro, das entspricht einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem schwachen ersten Quartal. Nach Angaben von Solarworld-Chef Frank Asbeck sind die Preise im ersten Halbjahr gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um rund 25 Prozent gesunken. Dies machte sich im Umsatz des ersten Halbjahres bemerkbar, der um 5,9 Prozent auf 427 Mio. Euro sank, obwohl der Absatz um 26 Prozent auf 239 Megawatt stieg.

Auch im Ergebnis hat der starke Preisverfall Spuren hinterlassen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im ersten Halbjahr mit einer Marge von 21 Prozent um sieben Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Nach Steuern fiel der Gewinn von 73,7 auf 51,7 Mio. Euro.

Inzwischen sieht Konzernchef Asbeck aber Zeichen für eine Besserung der Lage. Die Preise für Wafer, aus denen die Solarzellen geschnitten werden, seien im Juni im Vergleich zum Vormonat um zehn Prozent gestiegen. Dies könne bedeuten, dass sich auch die Preise für das Endprodukt Solarmodule langsam stabilisierten, sagte Asbeck der Nachrichtenagentur dpa-afx.

An der Börse kamen die Zahlen des Unternehmens gut an. Der Kurs der Solarworld-Aktie stieg zunächst um rund elf Prozent, danach bröckelte der Kursgewinn aber auf einen Gewinn von rund 4,5 Prozent ab. Analysten begrüßten vor allem, dass Solarworld die Umsatzprognose bestätigt habe. Das Unternehmen plant 2009 unverändert mehr als eine Mrd. Euro Umsatz. Negativ vermerkten sie, dass der Vorstand keinen Gewinnausblick geben wollte. Karsten v. Blumenthal von SES Research lobte aber, dass die Ebit-Marge im Vergleich zu vielen anderen Solarunternehmen auf einem hohen Niveau bleibe. Er bestätigte die Kaufempfehlung für die Aktie.

Während Solarunternehmen aus China und den USA schlechte Zahlen melden und der deutsche Solarzellen-Spezialist Q-Cells Kurzarbeit fährt und rote Zahlen schreibt, will Solarworld die Produktion ausweiten. "Die Erweiterung der Produktionskapazitäten wird weltweit planmäßig umgesetzt", sagte Asbeck. Die bestehenden Werke in Deutschland, den USA und Korea arbeiteten an ihren Kapazitätsgrenzen. Das Bonner Unternehmen will Solarmodule auch in China fertigen lassen. Etwa fünf Prozent der Module sollten von einem chinesischen Partner montiert werden, genannt wird hier die Firma Suntech.

Daneben stärkt Asbeck den Markenauftritt von Solarworld. Der Kölner Fußballer Lukas Podolski, für dessen Transfer von München zum 1. FC Köln Asbeck angeblich rund zwei Mio. Euro locker gemacht hat, tritt in Fernsehspots für die Marke Solarworld an.

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