Solarbranche
Solarworld stellt vorsichtige Prognose

Solarworld will trotz der Wirtschaftskrise wachsen und setzt vor allem auf eine Konjunkturbelebung im zweiten Halbjahr. Beim Jahresergebnis werde zudem ausschlaggebend sein, in welchem Maße der Preisrückgang der Solartechnik durch sinkende Kosten aufgefangen werden könne.

HB BONN. "Wir werden unsere Wachstumsgeschwindingkeit beibehalten und die beschlossenen Projekte zum Ausbau der Produktionskapazitäten planmäßig fortführen", kündigte Firmenchef Frank Asbeck in dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht an. Als Etappenziel für 2009 nannte er einen Umsatzanstieg auf über eine Milliarde Euro nach 900 Mio. im Vorjahr. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Wirtschaft stabilisiere.

Ein konkretes Gewinnziel nannte Asbeck nicht. An der Börse konnte Solarworld damit nicht punkten: Die Aktie gab knapp vier Prozent auf 14,60 Euro nach. Der Ausblick zeige, dass sich der Solarmarkt in einer schwierigen Lage befinde, erklärten die Experten der DZ Bank. Wegen der starken Marktposition des Bonner Untenehmens behielten sie ihre Kaufempfehlung aber bei.

2008 hatte Solarworld netto 150 Mio. Euro verdient, 33 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Aktionäre sollen allerdings mit 15 Cent nur einen Cent mehr als für 2007 bekommen. Asbeck nannte das angesichts der Wirtschaftskrise die "neue Bescheidenheit".

Große Hoffnung setzt der Konzernchef wie die gesamte Solarbranche auf die USA und deren staatliche Förderung der erneuerbaren Energien. Solarworld werde daher den US-Standort Hillsboro weiter ausbauen mit dem Ziel einer Jahreskapazität von 500 Megawatt bis zum Jahr 2011. Insgesamt sollen dort dann 1000 Mitarbeiter beschäftigt sein. Finanziell sieht Asbeck Solarworld gut gerüstet. Die Firma habe 800 Mio. Euro Liquidität. Zudem habe der Konzern Mitte der Woche einen Kredit über 200 Mio. Euro bekommen.

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