Solarbranche
Wieder eine Gewinnwarnung von Ersol

Da hat sich Bosch was angetan! Der Autozulieferer hat vor kurzem den Solarzellen-Hersteller Ersol übernommen – und der sorgt seitdem für immer mehr schlechte Nachrichten. Nun hat Ersol zum zweiten Mal binnen zwei Monaten seine Prognose nach unten korrigiert und rechnet nun mit einem operativen Verlust in diesem Jahr.

HB ERFURT. Die erhoffte Trendwende in zweiten Quartal sei bisher nicht in der Branche angekommen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Erfurt mit. Das erste Halbjahr sei wegen der „anhaltenden Weltwirtschaftskrise“, unter der auch die Solarbranche „sehr“ leide, schwach verlaufen. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Nachfrage weltweit zurückgegangen. Hinzu komme ein anhaltendes Überangebot, was zu einem heftigen Preisverfall führe. Der Vorstand kündigte Konsequenzen an: Das Unternehmen senke seine Absatzplanung und prüfe „derzeit verschiedene Möglichkeiten zur Umsetzung in der Produktion“.

Während die Annahmen zuletzt noch von einem Umsatz von 330 bis 380 Mio. Euro und einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 30 und 60 Mio. Euro für 2009 ausgingen, werden nunmehr ein Umsatz von unter 300 Mio. Euro und ein negatives EBIT für 2009 erwartet. Ursprünglich hatte das Unternehmen sogar mit Erlösen von 420 Mio. Euro und einem operativen Gewinn von 80 bis 90 Mio. Euro gerechnet.

Diese Prognose korrigierte der Vorstand allerdings bereits bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal Mitte Mai nach unten. In den ersten drei Monaten des Jahres war der Umsatz um 38,2 Prozent auf 32,4 Mio. Euro zurückgegangen, das EBIT sank um 41,6 Prozent auf 3,2 Mio. Euro. Die Zahlen fürs zweite Quartal will Ersol am 14. August vorlegen. Ersol war im vergangenen Jahr vom Bosch-Konzern übernommen worden und hatte daraufhin seinen Platz im TecDax verloren.

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