Solarenergie
Bosch übernimmt Mehrheit an Ersol

Der Autozulieferer und Elektrokonzern Bosch hat die Mehrheit am Thüringer Solarzellen-Herstellers Ersol übernommen. Die Stuttgarter halten eigenen Angaben vom Mittwoch zufolge derzeit 85,48 Prozent an dem Unternehmen.

dpa-afx STUTTGART. Darüber hinaus habe sich Bosch eine Option zum Kauf weiterer 5,69 Prozent der Aktien gesichert, die im März 2009 ausgeübt werden könne. Der Kauf soll mehr als eine Milliarde Euro kosten.

Ersol soll im Bosch-Konzern den eigenständigen Geschäftsbereich Solarenergie bilden. Neuer Chef bei Ersol soll nach dem Ausscheiden des derzeitigen Vorstandschefs Claus Beneking der Bosch-Manager Holger von Hebel werden. Als Chef des neuen Aufsichtsrates ist der Vize-Vorsitzende der Bosch-Geschäftsführung, Siegfried Dais, vorgesehen.

Bosch will mit dem Zukauf sein Geschäftsfeld regenerative Energien ausbauen. In diesem Bereich will der Konzern im laufenden Jahr einen Umsatz von rund 750 Mill. Euro erwirtschaften. Bosch produziert zum Beispiel Getriebe- und Antriebstechnik für Windenergieanlagen, Elektrowärmepumpen und Solarkollektoren. Die Ersol Solar Energy AG entwickelt, produziert und vertreibt Siliziumsolarzellen. Im laufenden Jahr will ersol einen Umsatz von 300 Mill. Euro erzielen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 1 000 Mitarbeiter. Früherer Mehrheitseigner war der Finanzinvestor Ventizz.

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