Solarhersteller
Mit der Sonne gegen die Staatspleite Griechenlands

Die griechische Regierung will die Solarenergie massiv ausbauen. Solarworld-Chef Frank Asbeck sieht großes Potential für neue Photovoltaik-Anlagen.
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AthenDas von der Staatspleite bedrohte Griechenland kann nach Einschätzung des Chefs des Bonner Solarmodul-Herstellers Solarworld Frank Asbeck in der Photovoltaik bis 2020 einen Sprung nach vorne schaffen. „Das sind keine Fantasien“, sagte Asbeck in einem Gespräch mit der Presseagentur dpa am Rande des Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) in Athen. Auch die deutsche Solarindustrie wolle sich daran beteiligen. Sie sei bereit, fünf Prozent zu den 20 Milliarden Euro des „Helios“-Plans der griechischen Regierung beizusteuern, sagte Asbeck.

Mit dem Helios-Projekt soll die griechische Jahresproduktion an Solarstrom bis 2020 auf 2,2 Gigawatt und bis 2050 sogar auf zehn Gigawatt gesteigert werden. Derzeit werden in Griechenland gerade einmal 270 Megawatt Strom mit Hilfe der Sonne erzeugt. Um das Projekt anzuschieben, hat Athen bereits Investitionen von mehr als 1,1 Milliarden Euro für den Bau großflächiger Photovoltaik-Anlagen angekündigt.

Um den grünen Strom zu den Kunden im In- und Ausland zu transportieren, sollen die Stromnetze vom Festland zu den griechischen Inseln ausgebaut werden - und die Netze in andere EU-Länder. Die griechische Regierung rechnet mit einer Investitionssumme von 20 Milliarden Euro und zählt dabei auch auf Deutschland. Erste Gespräche mit Finanzminister Wolfgang Schäuble und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) hat Umweltminister Giorgos Papakonstantinou bereits geführt.

Auch beim Besuch von Wirtschaftsminister Philipp Rösler in Griechenland machte sich der Umweltminister für mehr deutsche Investitionen in erneuerbare Energien in Griechenland stark. Er forderte die Firmen auch auf, sich an dem Solarprojekt Helios zu beteiligen. „Das ist ein Projekt, das von besonderem Interesse für die deutsche Seite sein sollte“, sagte er.

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Mit der Sonne gegen die Staatspleite Griechenlands

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Was Asbeck von Griechenland fordert

Kommentare zu " Solarhersteller: Mit der Sonne gegen die Staatspleite Griechenlands"

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  • Das wird Blindstrom statt richtigen Strom! Stimmen dann die Zahlen? Und hat Griechenland die Absicht, das halbe Land zuzupflastern? Und hat es die Infrastruktur in der Verwaltung, um solche Projekte abzuwickeln? Und warum nicht gleich Spanien, das wäre viel effizienter!

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    Wie dumm muß man Deutschen halten,
    daß man glaubt ihm solch ein Sachverhalt weismachen zu können?

    Und das ist aus einem renomierten Wirtschaftsblatt zu entnehmen.

    Hier wird allen alles um die Ohren fliegen.
    .

  • Da du wahrscheinlich kein Maschinenbau-Ingenieur bist:
    Es ist technisch kein Problem, AKWs gegen Erdbebenstärken z.B. bis Stufe 10 auszulegen. Bei den Neubauten in China und Indien ist das längst Standard. Im übrigen sprach ich von Reaktoren der 3. und 4. Generation, also solchen mit Core-Catcher-Systemen und Hochtemeperaturreaktoren. Bei diesen neuen Generationen von AKWs (die in der EU noch nicht in Betrieb sind) sind Austritte von Radiaoktivität physikalsch ausgeschlossen.
    Also bitte erst sachkundig machen, bevor man unqualifizierte Kommentare abgibt.

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